Aktueller Sternenhimmel im Januar 2020

Das erwartet Sie im Januar am Nachthimmel:
 

Planeten

Merkur ist im Januar nicht zu sehen, er steht am 10. Januar in oberer Konjunktion mit der Sonne.

Venus spielt weiter ihre Rolle als Abendstern am westlichen Himmel. Der innere Nachbarplanet der Erde steht im Sternbild Steinbock und wechselt am 12. Januar in den Wassermann. Sein Untergang verspätet sich von 19.20 Uhr am 1. Januar auf 20.50 Uhr zum Monatsende. Ein schöner Himmelsanblick bietet sich am 28. Januar, wenn Venus und der zunehmende Mond gegen 19.00 Uhr gemeinsam im Südwesten stehen.

Der rötliche Mars ist am Morgenhimmel vertreten und geht gegen 05.00 Uhr auf. Der äußere Nachbarplanet der Erde steht im Sternbild Waage, wechselt am 7. Januar in den Skorpion und am 15. Januar in den Schlangenträger. Am 20. Januar kann man Mars zusammen mit dem Mond gegen 06.00 Uhr im Südosten beobachten.

Die Gasplaneten Jupiter und Saturn können in diesem Monat nicht am Nachthimmel gefunden werden.
 

Mond

Am 10. Januar ist Vollmond. An diesem Abend ereignet sich eine Halbschatten-Mondfinsternis, die unter anderem von Mitteleuropa aus beobachtet werden kann. Die maximale Verfinsterung wird um 20.10 Uhr erreicht.
 

Fixsterne

Am frühen Abend findet man den Großen Wagen im Nordosten. Die typischen Herbststernbilder, darunter Pegasus und Andromeda, sind schon nun in den Westen gerückt. Damit bereiten sie den Weg für die helleren Sternbilder des Winters, die bereits im Südosten stehen.

In der Mitte der Nacht haben sie ihre höchste Stellung im Süden erreicht. Besonders bekannt ist der Himmelsjäger Orion, aber auch die Sternbilder Großer Hund, Kleiner Hund, Zwillinge, Fuhrmann und Stier sind mit von der Partie. Die hellsten Sterne der eben genannten Sternbilder bilden zusammen ein fast gleichmäßiges Sechseck, welches auch Wintersechseck genannt wird. Es besteht aus den Sternen Rigel im Orion, Sirius, dem hellsten Stern des Fixsternhimmels im Großen Hund, Prokyon im Kleinen Hund, Kastor und Pollux in den Zwillingen, Kapella im Fuhrmann und Aldebaran im Stier. Außerdem hat mit dem Löwen bereits auch ein Sternbild des Frühlings die Himmelsbühne betreten.

Im Verlauf der Nacht ist der Große Wagen auf seiner Bahn um den Polarstern etwas höher geklettert und erreicht in den frühen Morgenstunden seine höchste Stellung am Himmel. Das Wintersechseck ist im Untergang begriffen, während Löwe, Jungfrau und Bärenhüter nun im Süden und Südosten die Blicke auf sich ziehen.
 

Sternschnuppen

Zwischen dem 28. Dezember und dem 12. Januar treten die Quadrantiden in Aktion. Die besten Chancen, einen Blick auf eine Sternschnuppe zu erhaschen, ergeben sich in den Morgenstunden. Die höchsten Fallraten mit ungefähr 120 Sternschnuppen pro Stunde werden in der Nacht vom 3. auf den 4. Januar erwartet. Da die Sternschnuppen aus dem Sternbild Bootes zu kommen scheinen, werden sie auch Bootiden genannt.

 

Quelle Sternkarte: Stellarium

(Zeiten in MESZ, gültig für Mannheim)