Der Sternenhimmel im Januar 2022

Das erwartet Sie im Januar am Nachthimmel:

Planeten

Merkur kann bis zum 13. Januar in der Abenddämmerung im Südwesten erspäht werden. Der kleine Planet wechselt zu Jahresbeginn vom Sternbild Schütze in den Steinbock. Merkurs Untergang erfolgt am 1. Januar um kurz vor 18 Uhr, am 13. Januar gegen 18.20 Uhr.

Venus zeigt sich in den ersten Tagen des neuen Jahres in der Abenddämmerung tief in der Nähe des südwestlichen Horizonts. Mit einem Untergang um 17.25 Uhr verabschiedet sich die Venus am 5. Januar vom Abendhimmel. Nur vier Tage später, am 9. Januar, steht sie in unterer Konjunktion mit der Sonne. Bereits ab Mitte Januar ist der im Schützen stehende Planet dann am Morgenhimmel auffindbar. Am 15. Januar steigt Venus gegen 7.10 Uhr über den südöstlichen Horizont, am Monatsende schon um 5.45 Uhr.

Der rötliche Mars ist ebenfalls morgens am Himmelszelt vertreten. Während er zu Beginn des Monats um 6.25 Uhr aufgeht, zeigt er sich am 31. Januar ab 6.10 Uhr im Südosten. Mars wechselt am 19. Januar vom Sternbild Schlangenträger in den Schützen. Am 29. Januar kann man Mars zusammen mit der schmalen Sichel des abnehmenden Mondes und der Venus gegen 7 Uhr im Südosten beobachten.

Jupiter hält weiterhin die Stellung am Abendhimmel im Südwesten. Der im Wassermann stehende Planet geht am 1. Januar um 21 Uhr unter, gegen Monatsende bereits um 19.35 Uhr. Ein schöner Anblick bietet sich am 5. Januar, wenn Jupiter, Mond, Merkur und Saturn gegen 18 Uhr gemeinsam im Südwesten stehen.

Saturn verabschiedet sich diesen Monat vom Nachthimmel. Noch bis zur Mitte des Monats ist der Ringplanet am Abendhimmel im Südwesten vertreten. Saturn steht im Sternbild Steinbock, sein Untergang am 15. Januar erfolgt um 18.20 Uhr.

Mond

Am 2. Januar ist Neumond. Sechszehn Tage später, am 18. Januar, wendet der Mond uns seine beschienene Seite ganz zu. Es ist Vollmond.

Fixsterne

Am frühen Abend findet man den Großen Wagen im Norden. Die typischen Herbststernbilder, darunter Pegasus und Andromeda, sind nun schon in den Westen gerückt. Damit bereiten sie den Weg für die helleren Sternbilder des Winters, die bereits im Südosten stehen.
In der Mitte der Nacht haben sie ihre höchste Stellung im Süden erreicht. Besonders bekannt ist der Himmelsjäger Orion, aber auch die Sternbilder Großer Hund, Kleiner Hund, Zwillinge, Fuhrmann und Stier sind mit von der Partie. Die hellsten Sterne der eben genannten Sternbilder bilden zusammen ein fast gleichmäßiges Sechseck, welches auch Wintersechseck genannt wird. Es besteht aus den Sternen Rigel im Orion, Sirius, dem hellsten Stern des Fixsternhimmels im Großen Hund, Prokyon im Kleinen Hund, Kastor und Pollux in den Zwillingen, Kapella im Fuhrmann und Aldebaran im Stier. Außerdem hat mit dem Löwen bereits ein Sternbild des Frühlings die Himmelsbühne betreten.
Im Verlauf der Nacht ist der Große Wagen auf seiner Bahn um den Polarstern etwas höher geklettert und erreicht in den frühen Morgenstunden seine höchste Stellung am Himmel. Das Wintersechseck ist im Untergang begriffen, während Frühlingssternbilder wie Löwe, Jungfrau und Bärenhüter nun im Süden und Südosten die Blicke auf sich ziehen.

Sternschnuppen

Zwischen dem 1. und 10. Januar treten die Quadrantiden in Aktion. Die besten Chancen, einen Blick auf eine Sternschnuppe zu erhaschen, ergeben sich in den Morgenstunden. Die höchsten Fallraten mit ungefähr 120 Sternschnuppen pro Stunde werden in der Nacht vom 3. auf den 4. Januar erwartet. Eine schmale Mondsichel erleichtert dieses Jahr die Beobachtungen. Da die Sternschnuppen aus dem Sternbild Bootes zu kommen scheinen, werden sie auch Bootiden genannt.


Quelle Sternkarte: Stellarium
(Zeiten in MEZ, gültig für Mannheim)