Aktueller Sternenhimmel im November 2020

Das erwartet Sie im November am Nachthimmel:


Planeten

Ab dem 4. November kann Merkur am Morgenhimmel im Osten entdeckt werden. An diesem Tag geht er gegen 5:50 Uhr auf. Der kleine Planet wechselt am 17. November vom Sternbild Jungfrau in die Waage. Um Merkur in der Morgendämmerung zu erspähen ist ein Fernglas hilfreich. Am 23. November beendet Merkur seine Morgensichtbarkeit und geht an diesem Tag um 6:30 Uhr auf. Am 14. November kann die schmale Mondsichel gegen 7 Uhr gemeinsam mit Merkur am östlichen Horizont gefunden werden.

Unser innerer Nachbarplanet, die Venus, ist ebenfalls am Morgenhimmel im Südosten vertreten. Sie steht in der Jungfrau und wechselt am 27. November in das Sternbild Waage. Ihr Aufgang erfolgt zu Monatsbeginn um 4 Uhr, am Ende des Monats erst gegen 5:30 Uhr. Ein schöner Anblick bietet sich am 13. November, wenn Venus gegen 5:30 Uhr in der Nähe des abnehmenden Mondes steht.

Mars kann am Abend- und Nachthimmel gefunden werden. Der in den Fischen stehende Planet geht zu Beginn des Monats um 5 Uhr unter, am Monatsende bereits gegen 3:30 Uhr. Eine Begegnung von Mars und Mond ereignet sich am 26. November gegen 2 Uhr im Westen.

Jupiter zieht sich weiter vom Abendhimmel zurück. Während er zu Monatsbeginn um 21:15 Uhr untergeht, ist er am 30. November bereits gegen 19:50 Uhr unter den Horizont gesunken. Der Gasriese hält sich im Sternbild Schütze auf.

Der Ringplanet Saturn hält am Abendhimmel im Südwesten die Stellung. Geht der im Schützen stehende Planet am 1. November gegen 21:45 Uhr unter, so ist er zu Monatsende bereits um 20:00 Uhr vom Himmelszelt verschwunden. Am 19. November gegen 17:30 Uhr kann Saturn gemeinsam mit dem Mond und Jupiter in der Abenddämmerung im Süden gefunden werden.

 

Mond

Am 15. November ist Neumond. Fünfzehn Tage später, am 30. November, wendet der Mond uns seine beschienene Seite zu. Es ist Vollmond.

 

Fixsterne

Zur Monatsmitte erreicht der Große Wagen um 20 Uhr abends seine tiefste Position im Norden. Im Westen steht das Sommerdreieck bestehend aus den hellsten Sternen der Sternbilder Schwan, Leier und Adler. Der Süden wird von den Herbststernbildern dominiert. Hier zeigen sich Pegasus und Andromeda, die das markante Herbstviereck bilden sowie tiefer im Süden die ausgedehnten und eher lichtschwachen Sternbilder Wassermann, Walfisch und Fische. Das Sternbild Kassiopeia, bekannt auch als Himmels-W, steht fast im Zenit. Im Osten haben mit dem Fuhrmann und dem Stier bereits zwei Sternbilder des Winters Einzug gehalten. Auch der Himmelsjäger Orion ist schon halb aufgegangen.

Der Himmelsanblick um Mitternacht hat sich zur Mitte des Monats deutlich verändert. Der große Wagen ist in den Nordosten emporgeklettert und das Sommerdreieck ist untergegangen. Im Westen steht nun das Herbstviereck, während die Wintersternbilder weiter in den Süden gerückt sind. Das Wintersechseck steht nun im Südosten. Es besteht aus den Sternen Kapella, Aldebaran, Rigel, Sirius, Prokyon und Castor. Diese sind die hellsten Sterne der Sternbilder Fuhrmann, Stier, Orion, Großer Hund, Kleiner Hund und Zwillinge. Im Osten ist der unscheinbare Krebs aufgegangen und mit dem Löwen kündigt sich bereits das erste Frühlingssternbild an.

Vier Stunden später, um vier Uhr morgens, ist der Große Wagen weiter im Nordosten emporgestiegen. Das Herbstviereck ist mittlerweile untergegangen. Gleichzeitig zieht das funkelnde Wintersechseck im Südwesten alle Blicke auf sich. Am östlichen Teil des Firmaments sind mit Löwe und Bärenhüter nun zwei typische Sternbilder des Frühlings an den Himmel zurückgekehrt.

 

Sternschnuppen

Zwischen dem 6. und dem 30. November tauchen die Leoniden am Morgenhimmel auf. Das Maximum wird in der Nacht vom 16. auf den 17. November erwartet, da die Erde zu diesem Zeitpunkt die Bahn des Kometen Tempel-Tuttle kreuzt. Bei guten Wetter- und Beobachtungsbedingungen sollen pro Stunde um die 20 Sternschnuppen gesichtet werden können. Am besten zu sehen sind die Leoniden zwischen Mitternacht und Morgendämmerung.

 

Quelle Sternkarte: Stellarium

(Zeiten in MEZ, gültig für Mannheim)