Aktueller Sternenhimmel April 2018

Das erwartet Sie im April am Nachthimmel:

Planeten

Merkur kann im April nicht am Sternenhimmel aufgefunden werden.

Unser Nachbarplanet Venus ist am Abendhimmel im Westen vertreten. Sie steht im Sternbild Widder und wechselt am 19.April in den Stier. Während die Venus am 1. April schon um 21:40 Uhr untergeht, kann sie am 30. April noch bis um 23:10 Uhr am Himmelszelt entdeckt werden. Am 17. April bietet sich gegen 21:30 Uhr ein schöner Himmelsanblick, wenn Venus gemeinsam mit dem Mond im Westen steht.

Auch der zweite Nachbarplanet der Erde, Mars, kann am Himmelszelt gefunden werden. Der rötliche Planet steht im Sternbild Schütze und geht zu Monatsbeginn um 3:45 Uhr auf. Im Verlauf des Monats verfrühen sich die Aufgangszeiten zunehmend, sodass der rötliche Planet am 30. April bereits um 2:30 Uhr den östlichen Horizont überschreitet. Eine enge Begegnung von Mars und Saturn kann am 2. April gegen 5 Uhr im Südosten verfolgt werden.

Jupiter ist im Sternbild Waage fast die gesamte Nacht hindurch am Firmament vertreten. 

Zu Beginn des Monats geht der Gasriese um 23:30 Uhr auf, am 30. April bereits um 21:30, kurz nach Sonnenuntergang. Im April kann man gleich zweimal eine Konstellation aus Jupiter und Mond beobachten: einmal am 4. April um 4 Uhr und dann am 30. April gegen 23:30 Uhr. 

Auch Saturn, der am weitesten entfernte Planet, der von der Erde aus noch mit dem bloßen Auge gesehen werden kann, funkelt im April am Sternenhimmel. Im Sternbild Schütze stehend geht er im Verlauf des Monats immer früher auf, sodass er zu Monatsende ab 1:40 Uhr am Nachthimmel erscheint. Am 7. April gegen 4 Uhr stehen Saturn, Mars und Mond gemeinsam im Südosten.

Mond

Neumond ist am 16. April. Am 30. April wendet uns der Mond seine beschienene Seite zu. Es ist Vollmond. 

Fixsterne

Zu Beginn der Nacht steht der Große Wagen fast im Zenit. Im Südwesten befinden sich mit Stier und Orion einige der Wintersternbilder auf dem Rückzug. Das markante Sternbild Löwe funkelt, gemeinsam mit dem unscheinbaren Krebs, hoch im Süden. Tiefer im Süden findet man Wasserschlange, Becher und Rabe. Im Osten haben einige Sternbilder des Frühlings, wie Bärenhüter und Jungfrau, Einzug gehalten. Durch eine Verlängerung der Wagendeichsel des Großen Wagens gelangt man auf einem geschwungenen Bogen zu diesen beiden Sternbildern.

Da die Sonne zunehmend später untergeht und es dadurch auch immer später dunkel wird, hat sich der Anblick des Himmels um Mitternacht im Vergleich zu dem bei Beginn der Nacht noch nicht groß verändert. Ein Großteil der Wintersternbilder ist untergegangen, nur der Fuhrmann und die Zwillinge halten noch die Stellung. Die Sternbilder des Frühlings sind in den Süden gerückt und im Osten haben sich Herkules und Schlangenträger zum Sternenreigen gesellt. 

Gegen Ende der Nacht findet man den Großen Wagen im Nordwesten, während Löwe, Jungfrau und Bärenhüter im Westen zu finden sind und bald untergehen. Herkules erreicht seine höchste Position im Zenit und Waage sowie Schütze und Skorpion beherrschen den südlichen Teil des Himmelsgewölbes. Im Osten strahlt unübersehbar das helle Sternendreieck aus Schwan, Leier und Adler und kündet von den bevorstehenden Sommertagen.

Sternschnuppen

Zwischen dem 16. und dem 25. April treten die Lyriden in Aktion. Diese sind mit einer Geschwindigkeit von 50 Kilometer pro Sekunde vergleichsweise schnell. Das Maximum wird in der Nacht vom 22. auf den 23. April erwartet. Dann sollen, vor allem in den frühen Morgenstunden, bis zu 25 Sternschnuppen pro Stunde am Sternenhimmel erscheinen.

 

Quelle Sternkarte: Stellarium

(Zeiten in MESZ, gültig für Mannheim)