Aktueller Sternenhimmel im April 2019

Das erwartet Sie im April am Nachthimmel:
 

Planeten

Merkur kann im April nicht am Sternenhimmel aufgefunden werden.

Unser Nachbarplanet Venus ist am Morgenhimmel im Osten vertreten. Sie steht im Sternbild Wassermann und wechselt am 17. April in die Fische. Während die Venus am 1. April gegen 6:15 Uhr aufgeht, kann sie am 30. April schon ab 5:30 Uhr am Himmelszelt entdeckt werden. Allerdings wird es zunehmend schwerer, den Planeten in der Morgendämmerung der aufgehenden Sonne zu entdecken.

Auch der zweite Nachbarplanet der Erde, Mars, kann am Himmelszelt gefunden werden. Der rötliche Planet steht im Sternbild Stier und zeigt sich am Abendhimmel. Im Verlauf des Monats bleiben seine Untergangszeiten konstant bei 0:20 Uhr. Eine Begegnung von Mars und Mond kann am 9. April gegen 22 Uhr im Westen verfolgt werden.

Jupiter im Sternbild Schlangenträger baut seine Sichtbarkeit zunehmend aus und beherrscht immer mehr die zweite Nachthälfte. Zu Beginn des Monats geht der Gasriese um 2:20 Uhr auf, am 30. April bereits um 0:30 Uhr. Am 23. April kann man eine Konstellation aus Jupiter und Mond beobachten: gegen 5 Uhr zeigen sich Planet und Erdtrabant im Süden.

Auch Saturn, der am weitesten entfernte Planet, der von der Erde aus noch mit dem bloßen Auge gesehen werden kann, funkelt im April am Sternenhimmel. Im Sternbild Schütze stehend geht er im Verlauf des Monats immer früher auf. Steigt er am 1. April gegen 4:15 Uhr über den Osthorizont, so erscheint er zu Monatsende bereits ab 2:30 Uhr am Nachthimmel. Am 25. April gegen 5 Uhr stehen Saturn und Mond gemeinsam im Süden. Auch Jupiter ist etwas abseits mit von der Partie.
 

Mond

Neumond ist am 5. April. Am 19. April wendet uns der Mond seine beschienene Seite zu. Es ist Vollmond.
 

Fixsterne

Zu Beginn der Nacht steht der Große Wagen fast im Zenit. Im Südwesten befinden sich mit Stier und Orion einige der Wintersternbilder auf dem Rückzug. Das markante Sternbild Löwe funkelt, gemeinsam mit dem unscheinbaren Krebs, hoch im Süden. Tiefer im Süden findet man Wasserschlange, Becher und Rabe. Im Osten haben einige Sternbilder des Frühlings, wie Bärenhüter und Jungfrau, Einzug gehalten. Durch eine Verlängerung der Wagendeichsel des Großen Wagens gelangt man auf einem geschwungenen Bogen zu diesen beiden Sternbildern.

Da die Sonne zunehmend später untergeht und es dadurch auch immer später dunkel wird, hat sich der Anblick des Himmels um Mitternacht im Vergleich zu dem bei Beginn der Nacht noch nicht groß verändert. Ein Großteil der Wintersternbilder ist untergegangen, nur der Fuhrmann und die Zwillinge halten noch die Stellung. Die Sternbilder des Frühlings sind in den Süden gerückt und im Osten haben sich Herkules und Schlangenträger zum Sternenreigen gesellt.

Gegen Ende der Nacht findet man den Großen Wagen im Nordwesten, während Löwe, Jungfrau und Bärenhüter im Westen zu finden sind und bald untergehen. Herkules erreicht seine höchste Position im Zenit und Waage sowie Schütze und Skorpion beherrschen den südlichen Teil des Himmelsgewölbes. Im Osten strahlt unübersehbar das helle Sternendreieck aus Schwan, Leier und Adler und kündet von den bevorstehenden Sommertagen.
 

Sternschnuppen

Zwischen dem 16. und dem 25. April treten die Lyriden in Aktion. Diese sind mit einer Geschwindigkeit von 50 Kilometer pro Sekunde vergleichsweise schnell. Das Maximum wird in der Nacht vom 22. auf den 23. April erwartet. Dann sollen, vor allem in den frühen Morgenstunden, bis zu 20 Sternschnuppen pro Stunde am Sternenhimmel erscheinen.

 

Quelle Sternkarte: Stellarium

(Zeiten in MESZ, gültig für Mannheim)