Aktueller Sternenhimmel im April 2020

Das erwartet Sie im April am Nachthimmel:
 

Planeten

Merkur kann im April nicht am Sternenhimmel aufgefunden werden.

Unser Nachbarplanet Venus ist am Abendhimmel im Westen vertreten. Der im Stier stehende Planet geht den gesamten Monat über gegen 0:30 Uhr unter. Eine Begegnung mit der schmalen Sichel des zunehmenden Mondes kann am 26. April gegen 22 Uhr beobachtet werden. Zu Monatsende erstrahlt Venus in maximalem Glanz.

Auch der zweite Nachbarplanet der Erde, Mars, kann am Himmelszelt gefunden werden. Der rötliche Planet steht im Sternbild Steinbock und zeigt sich am Morgenhimmel im Südosten. Im Verlauf des Monats verfrühen sich seine Aufgangszeiten von 4:50 Uhr auf 3:45 Uhr. Am 1. April gegen 6 Uhr steht er nahe am Saturn, Jupiter kann etwas abseits gefunden werden. Ein schöner Anblick bietet sich zudem am 16. April um 5:30 Uhr, wenn der Mond sich zu dem Trio aus Mars, Saturn und Jupiter gesellt.

Jupiter im Sternbild Schütze baut seine Sichtbarkeit zunehmend aus und beherrscht immer mehr die zweite Nachthälfte. Zu Beginn des Monats geht der Gasriese um 4:20 Uhr auf, am 30. April bereits um 2:30 Uhr. Am 15. April kann man eine Konstellation aus Jupiter und Mond beobachten: gegen 5:30 Uhr zeigen sich Planet und Erdtrabant im Südosten, auch Saturn und der Mars sind mit von der Partie.

Saturn, der am weitesten entfernte Planet, der von der Erde aus noch mit dem bloßen Auge gesehen werden kann, funkelt im April ebenfalls am Sternenhimmel. Im Sternbild Steinbock stehend geht er im Verlauf des Monats immer früher auf. Steigt er am 1. April gegen 4:50 Uhr über den Osthorizont, so erscheint er zu Monatsende bereits ab 2:50 Uhr am Nachthimmel.
 

Mond

Am 8. April wendet uns der Mond seine beschienene Seite zu. Es ist Vollmond. Neumond ist fünfzehn Tage später, am 23. April.  
 

Fixsterne

Zu Beginn der Nacht steht der Große Wagen fast im Zenit. Im Südwesten befinden sich mit Stier und Orion einige der Wintersternbilder auf dem Rückzug. Das markante Sternbild Löwe funkelt, gemeinsam mit dem unscheinbaren Krebs, hoch im Süden. Tiefer im Süden findet man Wasserschlange, Becher und Rabe. Im Osten haben einige Sternbilder des Frühlings, wie Bärenhüter und Jungfrau, Einzug gehalten. Durch eine Verlängerung der Wagendeichsel des Großen Wagens gelangt man auf einem geschwungenen Bogen zu diesen beiden Sternbildern. 

Da die Sonne zunehmend später untergeht und es dadurch auch immer später dunkel wird, hat sich der Anblick des Himmels um Mitternacht im Vergleich zu dem bei Beginn der Nacht noch nicht groß verändert. Ein Großteil der Wintersternbilder ist untergegangen, nur der Fuhrmann und die Zwillinge halten noch die Stellung. Die Sternbilder des Frühlings sind in den Süden gerückt und im Osten haben sich Herkules und Schlangenträger zum Sternenreigen gesellt.

Gegen Ende der Nacht findet man den Großen Wagen im Nordwesten, während Löwe, Jungfrau und Bärenhüter im Westen zu finden sind und bald untergehen. Herkules erreicht seine höchste Position im Zenit und Waage sowie Schütze und Skorpion beherrschen den südlichen Teil des Himmelsgewölbes. Im Osten strahlt unübersehbar das helle Sternendreieck aus Schwan, Leier und Adler und kündet von den bevorstehenden Sommertagen.
 

Sternschnuppen

Zwischen dem 16. und dem 25. April treten die Lyriden in Aktion. Diese sind mit einer Geschwindigkeit von 50 Kilometer pro Sekunde vergleichsweise schnell. Das Maximum wird in der Nacht vom 21. auf den 22. April erwartet. Dann sollen, vor allem in den frühen Morgenstunden, bis zu 20 Sternschnuppen pro Stunde am Sternenhimmel erscheinen.  

 

Quelle Sternkarte: Stellarium

(Zeiten in MESZ, gültig für Mannheim)