Der Sternenhimmel im April 2021

Das erwartet Sie im April am Nachthimmel:

Planeten
Merkur und Venus zeigen sich nicht am Nachthimmel. Nur Ende des Monats können sie in der Abenddämmerung im Nordwesten erspäht werden. Allerdings ist für die Beobachtung ein Fernglas nötig.
Der äußere Nachbarplanet der Erde, Mars, kann am Abendhimmel im Westen und Nordwesten gefunden werden. Der rötliche Planet steht im Sternbild Stier und wechselt am 24. April in die Zwillinge. Im Verlauf des Monats verfrühen sich seine Untergangszeiten von 1:50 Uhr auf 1:20 Uhr. Ein schöner Anblick bietet sich am 17. April um 22 Uhr, wenn Mars und Mond gemeinsam im Westen stehen.
Jupiter ist am Morgenhimmel im Südosten vertreten. Der Gasriese baut seine Sichtbarkeit zunehmend aus: geht er zu Beginn des Monats noch um 5:40 Uhr auf, so kann er Ende April bereits um 4 Uhr am Nachthimmel gesehen werden. Am 25. April wechselt Jupiter vom Sternbild Steinbock in den Wassermann. Eine Begegnung mit der schmalen Sicher des abnehmenden Mondes kann am 7. April gegen 6 Uhr im Südosten beobachtet werden.
Saturn, der am weitesten entfernte Planet, der von der Erde aus noch mit dem bloßen Auge gesehen werden kann, funkelt im April ebenfalls am Morgenhimmel. Im Sternbild Steinbock stehend geht er im Verlauf des Monats immer früher auf. Steigt er am 1. April gegen 5:10 Uhr über den südöstlichen Horizont, so erscheint er zu Monatsende bereits ab 3:20 Uhr am Nachthimmel. Auch Saturn zeigt sich gemeinsam mit dem abnehmenden Mond. Diese Begegnung kann am 6. April um 6 Uhr im Südosten gesehen werden. Jupiter ist etwas abseits mit von der Partie.

Mond
Am 12. April wendet uns der Mond seine unbeschienene Seite zu. Es ist Neumond. Vollmond ist fünfzehn Tage später, am 27. April.

Fixsterne
Zu Beginn der Nacht steht der Große Wagen fast im Zenit. Im Westen und Südwesten befinden sich mit Stier und Orion einige der Wintersternbilder auf dem Rückzug. Das markante Sternbild Löwe funkelt, gemeinsam mit dem unscheinbaren Krebs, hoch im Süden. Tiefer im Süden findet man Wasserschlange, Becher und Rabe. Im Osten haben einige Sternbilder des Frühlings, wie Bärenhüter und Jungfrau, Einzug gehalten. Durch eine Verlängerung der Wagendeichsel des Großen Wagens gelangt man auf einem geschwungenen Bogen zu den Hauptsternen dieser beiden Sternbilder.
Da die Sonne zunehmend später untergeht und es dadurch auch immer später dunkel wird, hat sich der Anblick des Himmels um Mitternacht im Vergleich zu dem bei Beginn der Nacht noch nicht groß verändert. Ein Großteil der Wintersternbilder ist untergegangen, nur der Fuhrmann und die Zwillinge halten noch die Stellung im Westen. Die Sternbilder des Frühlings sind in den Süden gerückt und im Osten haben sich Herkules und Schlangenträger zum Sternenreigen gesellt.
Gegen Ende der Nacht findet man den Großen Wagen im Nordwesten, während Löwe, Jungfrau und Bärenhüter im Westen zu finden sind und bald untergehen. Herkules erreicht seine höchste Position im Zenit und Waage sowie Schütze und Skorpion beherrschen den südlichen Teil des Himmelsgewölbes. Im Osten strahlt unübersehbar das helle Sternendreieck aus Schwan, Leier und Adler und kündet von den bevorstehenden Sommertagen.

Sternschnuppen
Zwischen dem 16. und dem 25. April treten die Lyriden in Aktion. Diese sind mit einer Geschwindigkeit von 50 Kilometer pro Sekunde vergleichsweise schnell. Das Maximum wird in der Nacht vom 22. auf den 23. April erwartet. Dann sollen, vor allem in den frühen Morgenstunden, bis zu 20 Sternschnuppen pro Stunde am Sternenhimmel erscheinen. Allerdings stört in diesem Jahr das Licht des zunehmenden Mondes bei der Beobachtung.


Quelle Sternkarte: Stellarium
(Zeiten in MESZ, gültig für Mannheim)