Der Sternenhimmel im April 2022

Das erwartet Sie im April am Nachthimmel:

Planeten

Merkur taucht Mitte des Monats am Abendhimmel im Westen auf. Der Untergang des kleinen Planeten erfolgt am 15. April gegen 21:40 Uhr, am Monatsende eine Stunde später um 22:40 Uhr. Am 26. April wechselt Merkur vom Sternbild Widder in den Stier.

Venus zeigt sich weiterhin am Morgenhimmel im Südosten und Osten. Am 1. April geht sie um 5:40 Uhr auf, zum Ende des Monats bereits gegen 4:55 Uhr. Vom Sternbild Steinbock wechselt Venus am 4. April in den Wassermann. Ab 28. April ist der innere Nachbarplanet der Erde in den Fischen zu finden. Eine Begegnung mit dem Mond und Jupiter kann am 27. April um 5:45 Uhr im Osten beobachtet werden. 

Der äußere Nachbarplanet der Erde, Mars, kann ebenfalls am Morgenhimmel im Südosten gefunden werden. Der rötliche Planet steht im Sternbild Steinbock und wechselt am 12. April in den Wassermann. Im Verlauf des Monats verfrühen sich seine Aufgangszeiten von 5:40 Uhr auf 4:20 Uhr. Ein schöner Anblick bietet sich am 5. April gegen 6 Uhr, wenn Mars und Saturn nahe beieinanderstehen. Außerdem zeigt sich Mars am 26. April gegen 5:30 Uhr gemeinsam mit der Sichel des abnehmenden Mondes im Südosten. 

Jupiter gesellt sich ab Ende April zu den anderen Planeten im Osten am Morgenhimmel. Der Gasriese baut seine Sichtbarkeit zunehmend aus: geht er am 20. April noch um 5:30 Uhr auf, so kann er Ende April bereits um 4:55 Uhr am Nachthimmel gesehen werden. Jupiter befindet sich im Sternbild Fische.  

Saturn, der am weitesten entfernte Planet, der von der Erde aus noch mit dem bloßen Auge gesehen werden kann, funkelt im April ebenfalls am Morgenhimmel. Im Sternbild Steinbock stehend geht er im Verlauf des Monats immer früher auf. Steigt er am 1. April erst gegen 5:40 Uhr über den südöstlichen Horizont, so erscheint er am Monatsende bereits ab 3:50 Uhr am Nachthimmel. Auch Saturn zeigt sich gemeinsam mit dem abnehmenden Mond: Diese Begegnung kann am 25. April um 5:30 Uhr im Südosten gesehen werden. 

Mond
Am 1. April wendet uns der Mond seine unbeschienene Seite zu. Es ist Neumond. Vollmond ist fünfzehn Tage später, am 16. April. Am Monatsende, am 30. April, ist schließlich wieder Neumond. Dabei ereignet sich eine partielle Sonnenfinsternis, die allerdings nur von Südamerika aus beobachtet werden kann. 

Fixsterne
Zu Beginn der Nacht steht der Große Wagen fast im Zenit. Im Westen und Südwesten befinden sich mit Stier und Orion einige der Wintersternbilder auf dem Rückzug. Das markante Sternbild Löwe funkelt, gemeinsam mit dem unscheinbaren Krebs, hoch im Süden. Tiefer im Süden findet man Wasserschlange, Becher und Rabe. Im Osten haben einige Sternbilder des Frühlings, wie Bärenhüter und Jungfrau, Einzug gehalten. Durch eine Verlängerung der Wagendeichsel des Großen Wagens gelangt man auf einem geschwungenen Bogen zu den Hauptsternen dieser beiden Sternbilder.

Da die Sonne zunehmend später untergeht und es dadurch auch immer später dunkel wird, hat sich der Anblick des Himmels um Mitternacht im Vergleich zu dem bei Beginn der Nacht noch nicht groß verändert. Ein Großteil der Wintersternbilder ist untergegangen, nur der Fuhrmann und die Zwillinge halten noch die Stellung im Westen. Die Sternbilder des Frühlings sind in den Süden gerückt und im Osten haben sich Herkules und Schlangenträger zum Sternenreigen gesellt. 

Gegen Ende der Nacht findet man den Großen Wagen im Nordwesten, während Löwe, Jungfrau und Bärenhüter im Westen zu finden sind und bald untergehen. Herkules erreicht seine höchste Position im Zenit und Waage sowie Schütze und Skorpion beherrschen den südlichen Teil des Himmels. Im Osten strahlt unübersehbar das helle Sternendreieck aus Schwan, Leier und Adler und kündet von den bevorstehenden Sommertagen.

Sternschnuppen
Zwischen dem 16. und dem 25. April treten die Lyriden in Aktion. Diese sind mit einer Geschwindigkeit von 50 Kilometer pro Sekunde vergleichsweise schnell. Das Maximum wird in der Nacht vom 22. auf den 23. April erwartet. Dann sollen, vor allem in den frühen Morgenstunden, bis zu 20 Sternschnuppen pro Stunde am Sternenhimmel erscheinen. 


Quelle Sternkarte: Stellarium
(Zeiten in MESZ, gültig für Mannheim)