Aktueller Sternenhimmel im Mai 2019

Das erwartet Sie im Mai am Nachthimmel:


Planeten

Merkur ist im Mai nicht am Sternenhimmel vertreten.

Venus, der innere Nachbarplanet der Erde, verabschiedet sich zunehmend vom Nachthimmel und kann gerade noch in der Morgendämmerung im Osten erspäht werden.

Der rötliche Mars ist am Abendhimmel im Nordwesten zu sehen. Zu Beginn des Monats erfolgt sein Untergang um Mitternacht, am 31. Mai geht der Nachbarplanet der Erde bereits eine halbe Stunde früher, um 23:30 Uhr, unter. Am 17. Mai wechselt Mars vom Sternbild Stier in die Zwillinge. Ein schöner Anblick bietet sich am 7. Mai gegen 22 Uhr, wenn Mars zusammen mit dem Mond im Westen steht.

Der Gasplanet Jupiter kann fast die gesamte Nacht über beobachtet werden. Der im Schlangenträger stehende Planet geht zu Monatsbeginn um 0:30 Uhr auf, am 31. Mai bereits um 22:15 Uhr. Am 22. Mai um 4 Uhr steht der abnehmende Mond zwischen Jupiter und Saturn im Süden.

Saturn baut seine Sichtbarkeit immer weiter aus. Während er am 1. Mai gegen 2:30 Uhr aufgeht, kann Saturn zum Monatsende bereits um 0:15 Uhr am Nachthimmel gefunden werden. Der Ringplanet steht im Sternbild Schütze. Am 23. Mai kann man gegen 4 Uhr die Begegnung von Saturn und dem abnehmenden Mond beobachten. 

 

Mond

Am 5. Mai ist Neumond. In den darauffolgenden Tagen nimmt der Mond immer mehr zu, bis schließlich am 18. Mai Vollmond ist.

 

Fixsterne

Inzwischen haben sich die Untergangszeiten der Sonne weiter verspätet, sodass es erst kurz vor Mitternacht richtig dunkel ist. Zu diesem Zeitpunkt hat der Große Wagen seinen höchsten Punkt im Zenit bereits überschritten, während Kassiopeia im Norden ihre tiefste Position erreicht. Im Westen stehen die weniger auffälligen Sternbilder Krebs und Wasserschlange, die man an einem lichtverschmutzten Großstadthimmel meist vergeblich sucht. Hoch im Süden steht der Bärenhüter, etwas tiefer findet man die Jungfrau. Weiter östlich stehen Herkules und der Schlangenträger. Beides sind ausgedehnte Sternbilder, die eher lichtschwache Sterne aufweisen. Im Osten sind Adler, Leier und Schwan, deren Hauptsterne das Sommerdreieck aufspannen, als Vorboten des Sommers gerade aufgegangen.

Kurz vor Sonnenaufgang findet man den Großen Wagen im Nordwesten, das Sternbild Kassiopeia im Nordosten. Zwischen diesen beiden steht, über dem Nordpunkt des Horizonts, der Polarstern im Kleinen Bären. Im Westen verabschieden sich die Frühlingssternbilder vom Nachthimmel: Der Löwe ist bereits untergegangen und Jungfrau sowie Bärenhüter werden ihm bald folgen. Das Sommerdreieck befindet sich nun im Süden, zusammen mit den Sternbildern Schütze, Skorpion und Schlangenträger. Weiter östlich stehen der Steinbock und der Wassermann. Mit Pegasus und Andromeda, die direkt über dem Osthorizont stehen, sind schon die ersten Herbststernbilder am Himmelszelt erschienen.

 

Sternschnuppen 

Vom 1. bis zum 28. Mai tauchen die Eta-Aquariden am Sternenhimmel auf. Das Maximum wird in der Nacht vom 6. auf den 7. Mai erwartet. Dann sollen pro Stunde bis zu 50 Sternschnuppen beobachtet werden können. Die mit 60 Kilometer pro Sekunde sehr schnellen Objekte kann man am besten ab 3 Uhr morgens sehen, da um diese Uhrzeit das Sternbild Wassermann, aus dem die Eta-Aquariden zu kommen scheinen, im Osten aufgeht.

 

Quelle Sternkarte: Stellarium

(Zeiten in MESZ, gültig für Mannheim)