Aktueller Sternenhimmel im Mai 2020

Das erwartet Sie im Mai am Nachthimmel:
 

Planeten

Merkur kann ab Mitte Mai am Abendhimmel gefunden werden. Es ist seine letzte Abendsichtbarkeit in diesem Jahr. Der kleine Planet steht im Sternbild Stier und wechselt am 30. Mai in die Zwillinge. Während er Mitte Mai gegen 22:10 Uhr untergeht, kann er Ende des Monats bis um 23:15 Uhr am Westhorizont gesehen werden. Eine enge Begegnung von Merkur und Venus kann am 22. Mai um 21:45 Uhr beobachtet werden. Am 24. Mai zeigt sich Merkur gegen 22 Uhr gemeinsam mit der schmalen Sichel des zunehmenden Mondes.

Venus, der innere Nachbarplanet der Erde, verabschiedet sich zunehmend vom Abendhimmel. Zu Beginn des Monats steht der im Sternbild Stier stehende Planet noch bis 0:30 Uhr am Himmelszelt, Ende Mai ist Venus bereits um 21:50 Uhr untergegangen.

Der rötliche Mars ist am Morgenhimmel im Südosten zu sehen. Zu Beginn des Monats erfolgt sein Aufgang um 3:45 Uhr, am 31. Mai geht der Nachbarplanet der Erde bereits um 2:30 Uhr auf. Am 9. Mai wechselt Mars vom Sternbild Steinbock in den Wassermann. Ein schöner Anblick bietet sich am 15. Mai gegen 4:30 Uhr, wenn Mars zusammen mit dem Mond im Südosten steht.

Der Gasplanet Jupiter baut seine Sichtbarkeit weiter aus. Der im Sternbild Schütze stehende Planet geht zu Monatsbeginn um 2:30 Uhr auf, am 31. Mai bereits um 0:30 Uhr. Am 12. Mai um 4 Uhr steht der abnehmende Mond mit Jupiter und Saturn im Südosten.

Auch der Ringplanet Saturn zeigt sich zunehmend länger am Nachthimmel. Während er am 1. Mai gegen 2:45 Uhr aufgeht, kann Saturn zum Monatsende bereits um 0:40 Uhr am Nachthimmel gefunden werden. Saturn steht im Sternbild Steinbock. Am 13. Mai kann man gegen 4 Uhr die Begegnung von Saturn und dem abnehmenden Mond beobachten.
 

Mond

Am 7. Mai ist Vollmond. In den darauffolgenden Tagen nimmt der Mond immer mehr ab, bis schließlich am 22. Mai Neumond ist.
 

Fixsterne

Inzwischen haben sich die Untergangszeiten der Sonne weiter verspätet, sodass es erst kurz vor Mitternacht richtig dunkel ist. Zu diesem Zeitpunkt hat der Große Wagen seinen höchsten Punkt im Zenit bereits überschritten, während Kassiopeia im Norden ihre tiefste Position erreicht. Das typische Frühlingssternbild, der Löwe, ist im Südwesten zu finden. Im Westen stehen die weniger auffälligen Sternbilder Krebs und Wasserschlange, die man an einem lichtverschmutzten Großstadthimmel meist vergeblich sucht. Hoch im Süden steht der Bärenhüter, etwas tiefer findet man die Jungfrau. Weiter östlich stehen Herkules und der Schlangenträger. Beides sind ausgedehnte Sternbilder, die eher lichtschwache Sterne aufweisen. Im Osten sind Adler, Leier und Schwan, deren Hauptsterne das Sommerdreieck aufspannen, als Vorboten des Sommers gerade aufgegangen.

Kurz vor Sonnenaufgang findet man den Großen Wagen im Nordwesten, das Sternbild Kassiopeia im Nordosten. Zwischen diesen beiden steht, über dem Nordpunkt des Horizonts, der Polarstern im Kleinen Bären. Im Westen verabschieden sich die Frühlingssternbilder vom Nachthimmel: Der Löwe ist bereits untergegangen und Jungfrau sowie Bärenhüter werden ihm bald folgen. Das Sommerdreieck befindet sich nun im Süden, zusammen mit den Sternbildern Schütze, Skorpion und Schlangenträger. Weiter östlich stehen der Steinbock und der Wassermann. Mit Pegasus und Andromeda, die direkt über dem Osthorizont stehen, sind schon die ersten Herbststernbilder am Himmelszelt erschienen.
 

Sternschnuppen

Vom 1. bis zum 28. Mai tauchen die Eta-Aquariden am Sternenhimmel auf. Das Maximum wird in der Nacht vom 5. auf den 6. Mai erwartet. Dann sollen pro Stunde bis zu 50 Sternschnuppen beobachtet werden können. Die mit 60 Kilometer pro Sekunde sehr schnellen Objekte kann man am besten ab 3 Uhr morgens sehen, da um diese Uhrzeit das Sternbild Wassermann, aus dem die Eta-Aquariden zu kommen scheinen, im Osten aufgeht.

 

Quelle Sternkarte: Stellarium

(Zeiten in MESZ, gültig für Mannheim)

 

Hier finden Sie die Information über den Sternhimmel im Frühjahr 2020 von Dr. Michael Sarcander, Planetarium Mannheim