Der Sternenhimmel im Mai 2021

Das erwartet Sie im Mai am Nachthimmel:

Planeten

Merkur kann bis zum 22. Mai am Abendhimmel im Nordwesten gefunden werden. Der kleine Planet steht im Sternbild Stier. Während er Anfang Mai gegen 22 Uhr untergeht, kann er am 22. Mai bis um 23:10 Uhr am nordwestlichen Horizont gesehen werden. Am 13. Mai zeigt sich Merkur gegen 22 Uhr gemeinsam mit der schmalen Sichel des zunehmenden Mondes.
Venus, der innere Nachbarplanet der Erde, ist ebenfalls am Abendhimmel im Nordwesten vertreten. Zu Beginn des Monats steht sie im Widder, bereits am 3. Mai wechselt sie in das Sternbild Stier. Ihre Untergangszeiten verspäten sich von 21:30 Uhr zu Monatsbeginn auf 22:50 Uhr am 31. Mai. Zur Beobachtung ist ein Fernglas nützlich.
Auch der rötliche Mars zeigt sich am Abendhimmel. Zu Beginn des Monats erfolgt der Untergang des in den Zwillingen stehenden Planeten gegen 1:20 Uhr, zu Monatsende bereits um 0:35 Uhr. Ein schöner Anblick bietet sich am 16. Mai gegen 23 Uhr, wenn Mars zusammen mit dem Mond im Westen steht.
Der Gasplanet Jupiter baut seine Morgensichtbarkeit weiter aus. Der im Sternbild Wassermann stehende Planet geht zu Monatsbeginn gegen 4 Uhr auf, am 31. Mai bereits um 2 Uhr. Am 5. Mai um 5 Uhr steht der abnehmende Mond mit Jupiter und Saturn im Südosten.
Auch der Ringplanet Saturn zeigt sich zunehmend länger am Nachthimmel. Während er am 1. Mai gegen 3:20 Uhr aufgeht, kann Saturn zum Monatsende bereits zwei Stunden früher, gegen 1:20 Uhr, am Nachthimmel gefunden werden. Saturn steht im Sternbild Steinbock. Am 31. Mai kann man gegen 4 Uhr im Südosten die Begegnung von Saturn und dem abnehmenden Mond beobachten.

Mond
Am 11. Mai ist Neumond. In den darauffolgenden Tagen nimmt der Mond immer mehr zu, bis schließlich am 26. Mai Vollmond ist.

Fixsterne
Inzwischen haben sich die Untergangszeiten der Sonne weiter verspätet, sodass es erst kurz vor Mitternacht richtig dunkel ist. Zu diesem Zeitpunkt hat der Große Wagen seinen höchsten Punkt im Zenit bereits überschritten, während Kassiopeia im Norden ihre tiefste Position erreicht. Das typische Frühlingssternbild, der Löwe, ist im Südwesten zu finden. Im Westen stehen die weniger auffälligen Sternbilder Krebs und Wasserschlange, die man an einem lichtverschmutzten Großstadthimmel meist vergeblich sucht. Hoch im Süden steht der Bärenhüter, etwas tiefer findet man die Jungfrau. Weiter östlich stehen Herkules und der Schlangenträger. Beides sind ausgedehnte Sternbilder, die eher lichtschwache Sterne aufweisen. Im Osten sind Adler, Leier und Schwan, deren Hauptsterne das Sommerdreieck aufspannen, als Vorboten des Sommers gerade aufgegangen.
Kurz vor Sonnenaufgang findet man den Großen Wagen im Nordwesten, das Sternbild Kassiopeia im Nordosten. Zwischen diesen beiden steht, über dem Nordpunkt des Horizonts, der Polarstern im Kleinen Bären. Im Westen verabschieden sich die Frühlingssternbilder vom Nachthimmel: Der Löwe ist bereits untergegangen und Jungfrau sowie Bärenhüter werden ihm bald folgen. Das Sommerdreieck befindet sich nun im Süden, zusammen mit den Sternbildern Schütze, Skorpion und Schlangenträger. Weiter östlich stehen der Steinbock und der Wassermann. Mit Pegasus und Andromeda, die direkt über dem Osthorizont stehen, sind schon die ersten Herbststernbilder am Himmelszelt erschienen.

Sternschnuppen
Vom 1. bis zum 28. Mai tauchen die Eta-Aquariden am Sternenhimmel auf. Das Maximum wird in der Nacht vom 5. auf den 6. Mai erwartet. Dann sollen pro Stunde bis zu 50 Sternschnuppen beobachtet werden können. Die mit 60 Kilometer pro Sekunde sehr schnellen Objekte kann man am besten ab 3 Uhr morgens sehen, da um diese Uhrzeit das Sternbild Wassermann, aus dem die Eta-Aquariden zu kommen scheinen, im Osten aufgeht.


Quelle Sternkarte: Stellarium
(Zeiten in MESZ, gültig für Mannheim)