Der Sternenhimmel im Mai 2022

Das erwartet Sie im Mai am Nachthimmel:

Planeten

Merkur kann in den ersten Maitagen am Abendhimmel im Nordwesten gefunden werden. Der kleine Planet steht im Sternbild Stier. Zu Monatsbeginn geht er um 22:45 Uhr unter. Am 2. Mai zeigt sich Merkur gegen 21:45 Uhr gemeinsam mit der schmalen Sichel des zunehmenden Mondes.
Venus, der innere Nachbarplanet der Erde, ist am Morgenhimmel im Osten vertreten. Die Aufgangszeiten des in den Fischen stehenden Planeten verfrühen sich von 4:50 Uhr zu Monatsbeginn auf 4 Uhr am 31. Mai. Am 1. Mai kann gegen 5:30 Uhr eine enge Begegnung von Venus und Jupiter im Osten verfolgt werden. Gemeinsam mit dem Mond kann Venus am 27. Mai um 4:30 Uhr im Osten gefunden werden.
Auch der rötliche Mars zeigt sich am Morgenhimmel. Am 19. Mai wechselt Mars vom Sternbild Wassermann in die Fische. Zu Beginn des Monats erfolgt sein Aufgang gegen 4:25 Uhr, zu Monatsende bereits um 3 Uhr. Ein schöner Anblick bietet sich am 25. Mai gegen 4:30 Uhr, wenn Mars zusammen mit Jupiter und dem Mond im Osten steht. Eine enge Begegnung von Mars und Jupiter ereignet sich am 29. Mai um 4:15 Uhr im Osten. 
Der Gasplanet Jupiter baut seine Morgensichtbarkeit weiter aus. Der in den Fischen stehende Planet geht zu Monatsbeginn gegen 4:50 Uhr auf, am 31. Mai bereits um 3 Uhr. 
Auch der Ringplanet Saturn zeigt sich zunehmend länger am Nachthimmel. Während er am 1. Mai gegen 3:45 Uhr aufgeht, kann Saturn zum Monatsende bereits zwei Stunden früher, gegen 1:45 Uhr, am Nachthimmel gefunden werden. Saturn steht im Sternbild Steinbock. Am 22. Mai kann man gegen 4:15 Uhr im Südosten die Begegnung von Saturn und dem abnehmenden Mond beobachten.

Mond 

Am 16. Mai ist Vollmond. Dabei ereignet sich eine totale Mondfinsternis, welche allerdings in Mitteleuropa nur in Teilen verfolgt werden kann, da der Mond im Verlauf der Finsternis untergeht. Der Eintritt des Mondes in den Halbschatten der Erde beginnt um 3:31 Uhr, die totale Phase um 5:29 Uhr. In Mannheim geht der Mond gegen 5:40 Uhr im Südwesten unter, weshalb die Mitte der Finsternis um 6:12 Uhr nicht mitverfolgt werden kann. 
Neumond ist schließlich zwei Wochen später, am 30. Mai.

Fixsterne

Inzwischen haben sich die Untergangszeiten der Sonne weiter verspätet, sodass es erst kurz vor Mitternacht richtig dunkel ist. Zu diesem Zeitpunkt hat der Große Wagen seinen höchsten Punkt im Zenit bereits überschritten, während Kassiopeia im Norden ihre tiefste Position erreicht. Das typische Frühlingssternbild, der Löwe, ist im Südwesten zu finden. Im Westen stehen die weniger auffälligen Sternbilder Krebs und Wasserschlange, die man an einem lichtverschmutzten Großstadthimmel meist vergeblich sucht. Hoch im Süden steht der Bärenhüter, etwas tiefer findet man die Jungfrau. Weiter östlich stehen Herkules und der Schlangenträger. Beides sind ausgedehnte Sternbilder, die eher lichtschwache Sterne aufweisen. Im Osten sind Adler, Leier und Schwan, deren Hauptsterne das Sommerdreieck aufspannen, als Vorboten des Sommers gerade aufgegangen. 
Kurz vor Sonnenaufgang findet man den Großen Wagen im Nordwesten, das Sternbild Kassiopeia im Nordosten. Zwischen diesen beiden steht, über dem Nordpunkt des Horizonts, der Polarstern im Kleinen Bären. Im Westen verabschieden sich die Frühlingssternbilder vom Nachthimmel: Der Löwe ist bereits untergegangen und Jungfrau sowie Bärenhüter werden ihm bald folgen. Das Sommerdreieck befindet sich nun im Süden, zusammen mit den Sternbildern Schütze, Skorpion und Schlangenträger. Weiter östlich stehen der Steinbock und der Wassermann. Mit Pegasus und Andromeda, die direkt über dem Osthorizont stehen, sind schon die ersten Herbststernbilder am Himmelszelt erschienen.

Sternschnuppen

Vom 1. bis zum 28. Mai tauchen die Eta-Aquariden am Sternenhimmel auf. Das Maximum wird in der Nacht vom 5. auf den 6. Mai erwartet. Dann sollen pro Stunde bis zu 50 Sternschnuppen beobachtet werden können. Die mit 60 Kilometer pro Sekunde sehr schnellen Objekte kann man am besten ab 3 Uhr morgens sehen, da um diese Uhrzeit das Sternbild Wassermann, aus dem die Eta-Aquariden zu kommen scheinen, im Osten aufgeht.


Quelle Sternkarte: Stellarium
(Zeiten in MESZ, gültig für Mannheim)