Aktueller Sternenhimmel im Juni 2018

Das erwartet Sie im Juni am Nachthimmel:

 

Sonne

Am 21. Juni um 12:07 Uhr ist Sommersonnenwende. Dann erreicht die Sonne den höchsten Punkt ihrer Jahresbahn und wechselt aus dem Tierkreiszeichen Zwillinge in den Krebs. Es ist der längste Tag des Jahres und die kürzeste Nacht.

Planeten

Merkur kann im Juni nicht am Sternenhimmel gesehen werden.

Venus ist am Abendhimmel im Nordwesten zu entdecken. Zu Monatsbeginn geht sie gegen Mitternacht unter, am 30. Juni ist sie bereits um 23:30 Uhr unter den Horizont gesunken. Bis zum 12. Juni steht die Venus von uns aus gesehen im Sternbild Zwilling, danach im Krebs und am 29. Juni wechselt sie in den Löwen. 

Der rötliche Mars ist in diesem Monat fast die gesamte Nacht sichtbar. Der im Sternbild Steinbock stehende Planet geht am 1. Juni um 1:30 Uhr auf. Im Verlauf des Monats verfrüht sich seine Aufgangszeit, sodass Mars am 30. Juni bereits ab Mitternacht am Firmament gefunden werden kann. Ein schöner Anblick bietet sich am 2. Juni gegen 4 Uhr, wenn Mars, Mond und Saturn in einer Reihe im Süden stehen.

Jupiter zieht sich zunehmend von den frühen Morgenstunden zurück. Die Untergänge des in der Waage stehenden Gasriesen verfrühen sich weiter: Während er am ersten Tag des Monats um 4 Uhr untergeht, ist er am Ende des Monats bereits um 2 Uhr vom Nachthimmel verschwunden. Eine Begegnung zwischen Jupiter und dem zunehmenden Mond kann am 24. Juni um 1 Uhr im Südwesten verfolgt werden.

Der Ringplanet Saturn ist zum Planeten der gesamten Nacht geworden, da er kurz nach Sonnenuntergang auf- und kurz vor Sonnenaufgang untergeht. Saturn befindet sich im Sternbild Schütze und kommt am 27. Juni in Opposition zur Sonne. Dann steht er der Sonne genau gegenüber. Am 28. Juni gibt es einen schönen Himmelsanblick, wenn Saturn und der Vollmond gegen 1 Uhr nah beieinander im Süden stehen.

Mond 

Am 13. Juni ist Neumond. Vollmond ist fünfzehn Tage später, am 28. Juni.

Fixsterne

Um Mitternacht findet man den Großen Wagen, der Teil des Sternbilds Große Bärin ist, im Nordwesten. Im Westen stehen mit Löwe, Jungfrau und Bärenhüter die Sternbilder des Frühlings. Hoch am Himmel zeigt sich das fünftgrößte Sternbild, der ausgedehnte aber unauffällige Herkules. Schlangenträger und Waage sind im Süden vertreten, gemeinsam mit dem Skorpion, dessen rötlicher Hauptstern Antares knapp über dem Südhorizont funkelt. Im Osten erinnern Schwan, Leier und Adler an den beginnenden Sommer. Mit Pegasus und Andromeda gehen im Nordosten bereits typische Sternbilder des Herbstes auf.

Gegen vier Uhr, kurz vor Sonnenaufgang, ist der Große Wagen auf seiner Bahn um den Polarstern tiefer gesunken und steht nun im Norden. Die Frühlingssternbilder sind untergegangen, nur der Bärenhüter hält im Westen noch die Stellung. Das Sommerdreieck bestehend aus den hellsten Sternen der Sternbilder Adler, Leier und Schwan ist im Süden die beherrschende und unübersehbare Figur. Den Osten dominieren die Herbststernbilder Andromeda und Pegasus, zu denen sich inzwischen noch Widder, Perseus und die Fische gesellt haben. 

Sternschnuppen

In den letzten zehn Junitagen treten die Juni-Bootiden in Aktion. Das Maximum soll am 27. Juni stattfinden. In den Jahren 1998 und 2004 konnten dann bis zu 100 Sternschnuppen pro Stunde entdeckt werden. Für dieses Jahr werden allerdings nur zwei bis zehn Sternschnuppen pro Stunde erwartet. Darüber hinaus stört das Licht des Mondes erheblich bei der Beobachtung.

 

Quelle Sternkarte: Stellarium

(Zeiten in MESZ, gültig für Mannheim)