Aktueller Sternenhimmel im Juni 2020

Das erwartet Sie im Juni am Nachthimmel:
 

Sonne

Am 20. Juni um 23:44 Uhr ist Sommersonnenwende. Dann erreicht die Sonne den höchsten Punkt ihrer Jahresbahn und wechselt aus dem Tierkreiszeichen Zwillinge in den Krebs. Es ist der längste Tag des Jahres und die kürzeste Nacht.
 

Planeten

Merkur kann Anfang Juni noch am Abendhimmel im Nordwesten in der Abenddämmerung gesehen werden. Der kleine Planet steht im Sternbild Zwillinge und geht gegen 23 Uhr unter.

Venus kann zu Beginn des Monats nicht am Nachthimmel gefunden werden. Am 3. Juni ist sie in unterer Konjunktion mit der Sonne. Ab Mitte Juni kehrt der im Stier stehende Planet an den Morgenhimmel zurück. Am 15. Juni geht sie um 4:30 Uhr auf, Ende des Monats bereits um 3:45 Uhr. Ein schöner Anblick ergibt sich am 19. Juni, wenn Venus gegen 4:30 Uhr gemeinsam mit der Mondsichel im Nordosten steht.

Der rötliche Mars zeigt sich ebenfalls am Morgenhimmel. Er befindet sich im Sternbild Wassermann und wechselt am 24. Juni in die Fische. Während er zu Beginn des Monats um 2:30 Uhr aufgeht, kann er am 30. Juni bereits ab 1:15 Uhr gesehen werden. Eine Begegnung mit dem Mond ereignet sich am 13. Juni gegen 4 Uhr im Südosten.

Jupiter, der im Schütze steht, beherrscht zunehmend die gesamte Nacht. Am 1. Juni geht er um 0:20 Uhr auf, zum Ende des Monats bereits zwei Stunden früher, um 22:20 Uhr.

Auch der Ringplanet Saturn ist zum Planeten der gesamten Nacht geworden, da er schon kurz nach Jupiter aufgeht. Er befindet sich im Sternbild Schütze. Am 9. Juni kann Saturn gemeinsam mit dem Mond und Jupiter gegen 4 Uhr im Süden beobachtet werden.
 

Mond

Am 5. Juni ist Vollmond. In den Abendstunden dieses Tages ereignet sich eine Halbschattenfinsternis des Mondes. Das Maximum ist um 21:25 Uhr. Dann ist der Mond zu knapp 60% seines Durchmessers in den Halbschatten der Erde eingetreten. Zu diesem Zeitpunkt geht der Erdtrabant bei uns gerade auf. Daher kann auch bei guten Sichtbedingungen nur eine leichte Abdunkelung beobachtet werden.
 

Fixsterne

Um Mitternacht findet man den Großen Wagen, der Teil des Sternbilds Große Bärin ist, im Nordwesten. Im Westen stehen mit Löwe, Jungfrau und Bärenhüter die Sternbilder des Frühlings. Hoch am Himmel zeigt sich das fünftgrößte Sternbild, der ausgedehnte aber unauffällige Herkules. Schlangenträger und Waage sind im Süden vertreten, gemeinsam mit dem Skorpion, dessen rötlicher Hauptstern Antares knapp über dem Südhorizont funkelt. Im Osten erinnern Schwan, Leier und Adler an den beginnenden Sommer. Mit Pegasus und Andromeda gehen im Nordosten bereits typische Sternbilder des Herbstes auf.

Gegen vier Uhr, kurz vor Sonnenaufgang, ist der Große Wagen auf seiner Bahn um den Polarstern tiefer gesunken und steht nun im Norden. Die Frühlingssternbilder sind untergegangen, nur der Bärenhüter hält im Westen noch die Stellung. Das Sommerdreieck bestehend aus den hellsten Sternen der Sternbilder Adler, Leier und Schwan ist im Süden die beherrschende und unübersehbare Figur. Den Osten dominieren die Herbststernbilder Andromeda und Pegasus, zu denen sich inzwischen noch Widder, Perseus und die Fische gesellt haben.
 

Sternschnuppen 

In den letzten zehn Junitagen treten die Juni-Bootiden in Aktion. Das Maximum soll am 27. Juni stattfinden. In den Jahren 1998 und 2004 konnten dann bis zu 100 Sternschnuppen pro Stunde entdeckt werden. Für dieses Jahr werden allerdings nur zwei bis zehn Sternschnuppen pro Stunde erwartet.

 

Quelle Sternkarte: Stellarium

(Zeiten in MESZ, gültig für Mannheim)