Aktueller Sternenhimmel im Juli 2018

Das erwartet Sie im Juli am Nachthimmel:

 

Planeten

Der kleinste Planet unseres Sonnensystems, Merkur, ist im Juli in unseren Breitengraden nicht zu sehen.

Venus spielt ihre Rolle als Abendstern im Westen und erstrahlt dort im Sternbild Löwe. Am 1. Juli erfolgt ihr Untergang um 23:45 Uhr, zum Monatsende bereits um 22:30 Uhr.

Mars ist zum Planeten der gesamten Nacht geworden, der bei Sonnenuntergang auf und bei Sonnenaufgang untergeht. Er befindet sich im Sternbild Steinbock und nimmt im Verlauf des Monats noch an Helligkeit zu. Am 27. Juli steht er in Opposition mit der Sonne und steht ihr genau gegenüber. Der rötliche Planet ist dabei ungefähr 58 Millionen Kilometer von der Erde entfernt.

Der Gasplanet Jupiter ist am Abendhimmel im Südwesten in der Waage vertreten. Seine Untergänge verfrühen sich zunehmend. Während er zu Monatsbeginn noch bis 2:15 Uhr am Himmel leuchtet, sinkt er zum Ende des Monats bereits um 0:15 Uhr unter den Horizont. Im Juli haben wir die Gelegenheit, Jupiter in der Nähe des Mondes zu beobachten. Am 20. Juli zeigen sie sich um 23 Uhr im Südwesten.

Saturn, der sich im Sternbild Schütze befindet, kann Anfang Juli noch fast die gesamte Nacht am Firmament gefunden werden. Im Verlauf des Monats zieht er sich langsam vom Morgenhimmel zurück, sodass er am 31. Juli bereits um 3 Uhr unter den westlichen Horizont gesunken ist. Die Begegnung von Saturn und dem fast vollen Mond kann am 24. Juli um 23 Uhr im Süden beobachtet werden.

 

Mond

Am 13. Juli ist Neumond und vierzehn Tage später, am 27. Juli ist Vollmond. In der Nacht vom 27. auf den 28. Juli ereignet sich eine totale Mondfinsternis, die unter anderem von Mitteleuropa aus beobachtet werden kann. Der Mond geht in Mannheim an diesem Abend gegen 21:15 Uhr auf, die totale Phase beginnt um 21:30 Uhr und endet um 23:13 Uhr. Die maximale Verfinsterung wird um 22:22 Uhr erreicht. Mit einer Dauer der totalen Phase von 103 Minuten handelt es sich um die längste totale Mondfinsternis des 21. Jahrhunderts.

 

Fixsterne

Der Große Wagen steht um Mitternacht im Nordwesten. Mit dem Bärenhüter im Westen ist eines der Frühlingssternbilder, die sich zunehmend vom Nachthimmel verabschieden, noch vollständig vertreten. Hoch am Himmel findet man das ausgedehnte Sternbild Herkules. Zwischen Bärenhüter und Herkules liegt die Nördliche Krone. Der Name ihres Hauptsterns Gemma bedeutet Edelstein.

Hoch im Südosten funkelt unübersehbar das Sommerdreieck. Es besteht aus den Sternen Vega, Deneb und Atair, welche die hellsten Sterne der Sternbilder Leier, Schwan und Adler sind. Darunter, nur knapp über dem Horizont, ziehen der Schütze und der Skorpion ihre Bahn über den Nachthimmel. Sie können in unseren Breitengraden nie vollständig gesehen werden. Im Osten sind mit Pegasus und Andromeda bereits zwei der typischen Herbststernbilder aufgegangen.

Am frühen Morgen sind die Sternbilder des Sommers in den Westen und Südwesten gerückt. Der Große Wagen steht tief im Norden und die Frühlingssternbilder haben sich nun vollständig zurückgezogen. Den Süden und Südosten dominieren die charakteristischen Sternbilder des Herbstes. Im Osten werden sie gefolgt von Stier und Fuhrmann, den ersten Wintersternbildern, die zum Ende des Sommers hin zunehmend am Morgenhimmel erscheinen.

 

Quelle Sternkarte: Stellarium

(Zeiten in MESZ, gültig für Mannheim)