Aktueller Sternenhimmel im Juli 2019

Das erwartet Sie im Juli am Nachthimmel:
 

Planeten

Der kleine Planet Merkur sowie die beiden Nachbarplaneten der Erde, Venus und Mars, können im Juli nicht am Nachthimmel gefunden werden.

Der Gasplanet Jupiter ist am Abendhimmel im Südwesten im Schlangenträger vertreten. Seine Untergänge verfrühen sich zunehmend. Während er zu Monatsbeginn noch bis 4 Uhr am Himmel leuchtet, sinkt er zum Ende des Monats bereits um 2 Uhr unter den Horizont. Im Juli haben wir die Gelegenheit, Jupiter in der Nähe des Mondes zu beobachten. Am 14. Juli zeigen sie sich um Mitternacht im Süden.

Saturn, der sich im Sternbild Schütze befindet, kann Anfang Juli noch fast die gesamte Nacht am Firmament gefunden werden. Am 9. Juli steht er in Opposition mit der Sonne, das heißt, er steht ihr genau gegenüber. Deshalb geht er bei Sonnenuntergang auf und bei Sonnenaufgang unter. Im Verlauf des Monats zieht er sich langsam vom Morgenhimmel zurück, sodass er am 31. Juli bereits um 4 Uhr unter den westlichen Horizont gesunken ist. Am 15. Juli um Mitternacht steht der fast volle Mond mit Saturn und Jupiter in einer Reihe im Süden.
 

Mond

Am 2. Juli ist Neumond und vierzehn Tage später, am 16. Juli ist Vollmond. In der Nacht vom 16. auf den 17. Juli ereignet sich eine partielle Mondfinsternis, die unter anderem von Mitteleuropa aus beobachtet werden kann. Der Mond geht in Mannheim an diesem Abend gegen 21:45 Uhr auf und steht in der Nähe des Ringplaneten Saturn. Der Eintritt in den Kernschatten erfolgt um 22:01 Uhr, die maximale Verfinsterung wird mit einer Bedeckung von 58 Prozent um 23:31 Uhr erreicht. Um 1 Uhr tritt der Mond aus dem Kernschatten heraus.  
 

Fixsterne

Der Große Wagen steht um Mitternacht im Nordwesten. Mit dem Bärenhüter im Westen ist eines der Frühlingssternbilder, die sich zunehmend vom Nachthimmel verabschieden, noch vollständig vertreten. Hoch am Himmel findet man das ausgedehnte Sternbild Herkules. Zwischen Bärenhüter und Herkules liegt die Nördliche Krone. Der Name ihres Hauptsterns Gemma bedeutet Edelstein. 

Hoch im Südosten funkelt unübersehbar das Sommerdreieck. Es besteht aus den Sternen Vega, Deneb und Atair, welche die hellsten Sterne der Sternbilder Leier, Schwan und Adler sind. Darunter, nur knapp über dem Horizont, ziehen der Schütze und der Skorpion ihre Bahn über den Nachthimmel. Sie können in unseren Breitengraden nie vollständig gesehen werden. Im Osten sind mit Pegasus und Andromeda bereits zwei der typischen Herbststernbilder aufgegangen.

Am frühen Morgen sind die Sternbilder des Sommers in den Westen und Südwesten gerückt. Der Große Wagen steht tief im Norden und die Frühlingssternbilder haben sich nun vollständig zurückgezogen. Den Süden und Südosten dominieren die charakteristischen Sternbilder des Herbstes. Im Osten werden sie gefolgt von Stier und Fuhrmann, den ersten Wintersternbildern, die zum Ende des Sommers hin zunehmend am Morgenhimmel erscheinen.
 

 

Quelle Sternkarte: Stellarium

(Zeiten in MESZ, gültig für Mannheim)