Aktueller Sternenhimmel im Juli 2020

Das erwartet Sie im Juli am Nachthimmel:
 

Planeten

Merkur zeigt sich Ende Juli in der Morgendämmerung im Nordosten. Der in den Zwillingen stehende kleine Planet geht am 20. Juli gegen 4:30 Uhr auf.

Der innere Nachbarplanet der Erde, die Venus, ist ebenfalls am Morgenhimmel im Osten vertreten. Sie steht im Sternbild Stier und verfrüht ihren Aufgang von 3:45 Uhr zu Monatsbeginn auf 2:45 Uhr am 31. Juli. Am 17. Juli kann die Begegnung mit der schmalen Sichel des abnehmenden Mondes gegen 4 Uhr im Osten beobachtet werden.

Der rötliche Mars steht im Sternbild Fische und ist inzwischen fast die gesamte Nacht zu sehen. Geht er am 1. Juli noch um 1:10 Uhr auf, so ist er am Ende des Monats bereits um 23:45 Uhr über den Horizont gestiegen. Ein schöner Anblick bietet sich, wenn Mars gemeinsam mit dem Mond am 12. Juli gegen 4:20 Uhr im Südosten steht.

Der Gasplanet Jupiter steht am 14. Juli in Opposition mit der Sonne, das heißt, er steht ihr genau gegenüber. Deshalb geht er bei Sonnenuntergang auf und bei Sonnenaufgang unter. Der im Schützen stehende Planet zeigt sich am 6. Juli gegen 2:20 Uhr mit Mond und Saturn im Süden.

Saturn, der sich ebenfalls im Sternbild Schütze befindet, steht am 20. Juli in Opposition mit der Sonne. Auch er geht dann bei Sonnenuntergang auf und bei Sonnenaufgang unter.


Mond

Am 5. Juli ist Vollmond. Fünfzehn Tage später, am 20. Juli, wendet der Mond uns seine unbeschienene Seite zu. Es ist Neumond.


Fixsterne

Der Große Wagen steht um Mitternacht im Nordwesten. Mit dem Bärenhüter im Westen ist eines der Frühlingssternbilder, die sich zunehmend vom Nachthimmel verabschieden, noch vollständig vertreten. Hoch am Himmel findet man das ausgedehnte Sternbild Herkules. Zwischen Bärenhüter und Herkules liegt die Nördliche Krone. Der Name ihres Hauptsterns Gemma bedeutet Edelstein.

Hoch im Südosten funkelt unübersehbar das Sommerdreieck. Es besteht aus den Sternen Vega, Deneb und Atair, welche die hellsten Sterne der Sternbilder Leier, Schwan und Adler sind. Darunter, nur knapp über dem Horizont, ziehen der Schütze und der Skorpion ihre Bahn über den Nachthimmel. Sie können in unseren Breitengraden nie vollständig gesehen werden.

Im Osten sind mit Pegasus und Andromeda bereits zwei der typischen Herbststernbilder aufgegangen.

Am frühen Morgen sind die Sternbilder des Sommers in den Westen und Südwesten gerückt. Der Große Wagen steht tief im Norden und die Frühlingssternbilder haben sich nun vollständig zurückgezogen. Den Süden und Südosten dominieren die charakteristischen Sternbilder des Herbstes. Im Osten werden sie gefolgt von Stier und Fuhrmann, den ersten Wintersternbildern, die zum Ende des Sommers hin zunehmend am Morgenhimmel erscheinen.


Sternschnuppen

Vom 12. Juli bis zum 23. August sind die Delta-Aquariden aktiv. Das Maximum wird am 30. Juli erreicht. Dann ist mit ungefähr 25 Sternschnuppen pro Stunde zu rechnen.

Darüber hinaus können ab dem 17. Juli erste Sternschnuppen des berühmten Perseiden-Schauers beobachtet werden. Ihren Höhepunkt mit bis zu 300 Sternschnuppen pro Stunde werden die Perseiden allerdings erst am 13. August erreichen.


Quelle Sternkarte: Stellarium
(Zeiten in MESZ, gültig für Mannheim)