Aktueller Sternenhimmel August 2018

Das erwartet Sie im August am Nachthimmel:


Planeten

Merkur kann, genau wie im Juli, nicht am Nachthimmel gesichtet werden.

Unser innerer Nachbarplanet Venus zeigt sich weiterhin im Westen am Abendhimmel und steht dort in der Jungfrau. Im Verlauf des Monats verfrühen sich ihre Untergänge: Während sich Venus Anfang August erst um 22:30 Uhr vom Himmelszelt verabschiedet, geht sie am 31. August bereits gegen 21:15 Uhr unter.

Mars, der äußere Nachbarplanet der Erde, zeigt sich immer noch als Planet der Nacht, wobei er sich im Verlauf des Monats von der zweiten Nachthälfte zurückzieht. So ist der im Steinbock stehende Planet am 1. August noch bis um 5 Uhr am Himmel zu entdecken. Am 31. August ist er schon um 2:30 Uhr unter den Horizont gesunken. Ein schöner Anblick bietet sich am 22. August, wenn gegen 22 Uhr der zunehmende Mond im Süden zwischen Mars und Saturn steht.

Der Gasriese Jupiter ist in den Abendstunden im Südwesten zu finden. Momentan befindet er sich im Sternbild Waage. Der größte Planet unseres Sonnensystems zieht sich zunehmend vom Abendhimmel zurück: Geht er am 1. August noch um 0:30 Uhr unter, so ist Jupiter zu Monatsende bereits um 22:30 Uhr unter den westlichen Horizont gesunken. Am 17. August kann um 22 Uhr im Südwesten die Begegnung von Jupiter und Mond beobachtet werden.

Saturn ist im August vor allem in der ersten Nachthälfte am Himmel vertreten. Der im Schütze stehende Planet verlagert seine Untergänge von 3 Uhr zu Monatsbeginn auf 1 Uhr am Ende des Monats. 

 

Mond

Am 11. August ist Neumond. Fünfzehn Tage später, am 26. August, steht der Mond wieder voll am Himmel.

 

Fixsternhimmel

Um Mitternacht steht der Große Wagen im Nordwesten. Im Westen findet man das ausgedehnte aber eher lichtschwache Sternbild Herkules. Den Südwesten dominiert das Sternbild Schlangenträger. Das Sommerdreieck aus den Sternen Vega, Deneb und Atair, die die hellsten Sterne von Leier, Schwan und Adler sind, funkelt im Süden. Im Osten erinnern Pegasus und Andromeda an den bevorstehenden Herbst. Kassiopeia, auch Himmels-W genannt, steht hoch im Nordosten, gleichzeitig kündigt sich tief am Nordosthorizont mit dem Fuhrmann, der gerade im Aufgang begriffen ist, bereits das erste Wintersternbild an.

Vier Stunden später hat der Große Wagen auf seiner Bahn um den Polarstern seine tiefste Position im Norden erreicht, während Kassiopeia im Zenit steht. Das Sommerdreieck ist in den Westen gerückt und das Herbstvierreck aus Pegasus und Andromeda zeigt sich nun hoch im Süden. Tiefer im Süden können die ausgedehnten Sternbilder Wassermann und Walfisch beobachtet werden. Zum Fuhrmann haben sich im Osten inzwischen auch weitere typische Sternbilder des Winters wie Stier, Zwillinge und Orion gesellt.

 

Sternschnuppen 

Zwischen dem 17. Juli und dem 24. August treten die Perseiden in Aktion. Das Maximum wird in der Nacht vom 12. auf den 13. August mit bis zu 100 Sternschnuppen pro Stunde erwartet. Dank des Neumonds am 11. August herrschen in diesem Jahr optimale Beobachtungsbedingungen. Die Perseiden sind mit einer Geschwindigkeit von 60 Kilometer pro Stunde sehr schnelle Objekte und gelten darüber hinaus als der reichste und schönste Sternschnuppenstrom des ganzen Jahres. Ursprungskomet ist der im Jahre 1862 entdeckte Komet 109P/Swift-Tuttle.

 

Quelle Sternkarte: Stellarium

(Zeiten in MEZ, gültig für Mannheim)