Aktueller Sternenhimmel im August 2019

Das erwartet Sie im August am Nachthimmel:
 

Planeten

Merkur zeigt sich vom 8. bis zum 23. August am Morgenhimmel. Der kleine Planet steht im Sternbild Krebs und kann gegen 5 Uhr im Nordosten beobachtet werden, verblasst dann allerdings schnell in der Morgendämmerung.

Unser innerer Nachbarplanet Venus ist, wie bereits im vergangenen Monat, nicht zu sehen. Sie steht am 14. August in oberer Konjunktion mit der Sonne.

Der rötliche Mars ist momentan ebenfalls nicht am Nachthimmel vertreten.

Der Gasriese Jupiter ist in den Abendstunden im Süden und Südwesten zu finden. Momentan befindet er sich im Sternbild Schlangenträger. Der größte Planet unseres Sonnensystems hat den Rückzug vom Nachthimmel angetreten: Geht er am 1. August noch um 1:50 Uhr unter, so ist Jupiter zu Monatsende bereits um 23:50 Uhr unter den westlichen Horizont gesunken. Am 10. August kann um Mitternacht im Südwesten die Begegnung von Jupiter und dem zunehmenden Mond beobachtet werden.

Saturn zieht sich im Verlauf des Monats zunehmend von der zweiten Nachthälfte zurück. Der im Schütze stehende Planet verlagert seine Untergänge von 4 Uhr zu Monatsbeginn auf 1:50 Uhr am Ende des Monats. Ein schöner Anblick bietet sich, wenn Saturn und der Mond am 11. August gegen 23 Uhr gemeinsam im Süden stehen.
 

Mond

Am 1. August ist Neumond. Fünfzehn Tage später, am 15. August, steht der Mond wieder voll am Himmel und am 30. August ist erneut Neumond.
 

Fixsterne

Um Mitternacht steht der Große Wagen im Nordwesten. Im Westen findet man das ausgedehnte aber eher lichtschwache Sternbild Herkules. Den Südwesten dominiert das Sternbild Schlangenträger. Das Sommerdreieck aus den Sternen Vega, Deneb und Atair, die die hellsten Sterne von Leier, Schwan und Adler sind, funkelt im Süden. Im Osten erinnern Pegasus und Andromeda an den bevorstehenden Herbst. Kassiopeia, auch Himmels-W genannt, steht hoch im Nordosten, gleichzeitig kündigt sich tief am Nordosthorizont mit dem Fuhrmann, der gerade im Aufgang begriffen ist, bereits das erste Wintersternbild an.

Vier Stunden später hat der Große Wagen auf seiner Bahn um den Polarstern seine tiefste Position im Norden erreicht, während Kassiopeia im Zenit steht. Das Sommerdreieck ist in den Westen gerückt und das Herbstvierreck aus Pegasus und Andromeda zeigt sich nun hoch im Süden. Tiefer im Süden können die ausgedehnten Sternbilder Wassermann und Walfisch beobachtet werden. Zum Fuhrmann haben sich im Osten inzwischen auch weitere typische Sternbilder des Winters wie Stier, Zwillinge und Orion gesellt.
 

Sternschnuppen 

Zwischen dem 17. Juli und dem 24. August treten die Perseiden in Aktion. Das Maximum wird in der Nacht vom 12. auf den 13. August mit bis zu 100 Sternschnuppen pro Stunde erwartet. Leider stört der fast volle Mond in diesem Jahr bei der Beobachtung. Die Perseiden sind mit einer Geschwindigkeit von 60 Kilometer pro Stunde sehr schnelle Objekte und gelten darüber hinaus als der reichste und schönste Sternschnuppenstrom des ganzen Jahres. Ursprungskomet ist der im Jahre 1862 entdeckte Komet 109P/Swift-Tuttle.

 

Quelle Sternkarte: Stellarium

(Zeiten in MEZ, gültig für Mannheim)