Der Sternenhimmel im September 2021

Das erwartet Sie im September am Nachthimmel:

Planeten

Der kleine Planet Merkur kann im September nicht am Nachthimmel gesehen werden. 
Venus zeigt sich am Abendhimmel im Südwesten. Der innere Nachbarplanet der Erde steht zunächst im Sternbild Jungfrau und wechselt am 18. September in die Waage. Während sie zu Beginn des Monats bis 21:20 Uhr am Abendhimmel steht, sinkt sie am 30. September bereits um 20:30 Uhr unter den westlichen Horizont. Ein schöner Anblick bietet sich am 9. September, wenn Venus gemeinsam mit der schmalen Sichel des zunehmenden Mondes gegen 20 Uhr im Westen steht.
Der rötliche Planet Mars ist im September nicht am Nachthimmel vertreten.
Jupiter kann zu Beginn des Monats fast die gesamte Nacht gesehen werden. Der im Steinbock stehende Gasriese geht am 1. September gegen 5:30 Uhr unter. Im Verlauf des Monats zieht er sich aus der zweiten Nachthälfte zurück, sodass er zu Monatsende bereits um 3:20 Uhr untergegangen ist. Am 18. September zeigt sich Jupiter gegen 1 Uhr im Südwesten gemeinsam mit Saturn und dem Mond.
Auch die Untergänge des Ringplaneten Saturn verfrühen sich zunehmend. Während der Planet zu Monatsbeginn bis um 4 Uhr nachts zu sehen ist, ist er am 30. September schon um 1:50 Uhr untergegangen. Am 17. September kann eine Begegnung von Saturn und Mond um 1 Uhr im Südwesten beobachtet werden, Jupiter ist etwas abseits mit von der Partie.

Sonne

Am 22. September ist Herbst Tag- und Nachtgleiche. Dabei passiert die Sonne um 21:21 Uhr den Herbstpunkt. Tag und Nacht sind exakt gleich lang und dauern beide zwölf Stunden.

Mond

Neumond ist am 7. September. Zwei Wochen später, am 21. September, wendet uns der Mond seine beschienene Seite ganz zu. Es ist Vollmond. 

Fixsternhimmel

Um Mitternacht steht der Große Wagen knapp über dem nördlichen Horizont. Er hat seine tiefste Position auf der Bahn um den Polarstern fast erreicht. Gleichzeitig ist Kassiopeia annähernd im Zenit zu finden. 
Im Westen verabschiedet sich der Schlangenträger vom Nachthimmel, während Herkules noch die Stellung hält. Das Sommerdreieck aus den hellsten Sternen der Sternbilder Schwan, Leier und Adler funkelt unübersehbar im Südwesten. Hoch im Südosten haben nun die typischen Herbststernbilder Andromeda und Pegasus ihre Posten bezogen. Etwas tiefer stehen die Tierkreissternbilder Wassermann und Steinbock. Im Osten ist mit dem Stier bereits das erste Sternbild des Winters aufgegangen.
Fünf Stunden später hat sich das Himmelszelt ein gutes Stück weitergedreht. Der Große Wagen ist nun im Nordosten zu finden. Vom Sommerdreieck sind nur noch der Schwan und die Leier tief im Nordwesten zu sehen. Das Herbstviereck aus Pegasus und Andromeda ist in den Westen gerückt und hat damit Platz für die charakteristischen Wintersternbilder gemacht. Im Osten und Südosten stehen nun der Fuhrmann, der Stier, der Himmelsjäger Orion, der Große und der Kleine Hund und die Zwillinge. Die hellsten Sterne dieser sechs Sternbilder spannen ein Sechseck auf, welches im Winter zu den beherrschenden Figuren zählt und aus diesem Grund auch Wintersechseck genannt wird.

Sternschnuppen

Den gesamten September hindurch sind die Pisciden aktiv. Das Maximum des - mit nur fünf bis zehn pro Stunde erwarteten Sternschnuppen - eher schwachen Stroms ist am 20. September. 

 

Quelle Sternkarte: Stellarium
(Zeiten in MESZ, gültig für Mannheim)