Aktueller Sternenhimmel Oktober 2018

Das erwartet Sie im Oktober am Nachthimmel:

Zeitumstellung

Am 28. Oktober beginnt die Winterzeit (MEZ). Die Uhren werden um 3 Uhr eine Stunde zurückgestellt.

Die Zeitangaben in diesem Text beziehen sich auf die Sommerzeit (MESZ), sofern nichts Weiteres angegeben ist.

Planeten

Der kleinste Planet unseres Sonnensystems, Merkur, kann im Oktober nicht am Nachthimmel gefunden werden.

Auch der innere Nachbarplanet der Erde, die Venus, hat sich vom Nachthimmel zurückgezogen. Am 26. Oktober steht sie in unterer Konjunktion mit der Sonne.

Mars ist am Abendhimmel im Sternbild Steinbock vertreten. Der rötliche Planet geht am Anfang des Monats um 1:15 Uhr unter, am 31. Oktober um 0 Uhr MEZ. Am 18. Oktober kann gegen 20:30 Uhr im Süden die Begegnung von Mars und dem Mond beobachtet werden.

Der Gasriese Jupiter verabschiedet sich Anfang Oktober vom Nachthimmel. Der sich im Sternbild Waage befindende Planet kann in den ersten Oktobertagen noch kurz nach Sonnenuntergang bei Dämmerung im Südwesten gefunden werden. Seine Untergänge werden jedoch immer früher, sodass er bald nicht mehr zu sehen ist.

Saturn ist am Abendhimmel im Südwesten zu finden, zieht sich allerdings immer weiter zurück. Der Ringplanet steht im Sternbild Schütze und geht am 1. Oktober gegen 23 Uhr unter. Am Ende des Monats ist er bereits um 20 Uhr MEZ unter den Horizont gesunken. Ein schöner Anblick bietet sich am 14. Oktober, wenn Saturn und der zunehmende Mond im Südwesten gegen 20:30 Uhr aufeinandertreffen.

Mond

Neumond ist am 9. Oktober. Fünfzehn Tage später, am 24. Oktober, ist von der Erde aus die beschienene Seite des Mondes zu sehen. Es ist Vollmond.

Fixsternhimmel

Dank der zunehmend früher einsetzenden Dunkelheit werden die Zeiten, in denen der Nachthimmel beobachtet werden kann, immer länger.

Um 20 Uhr abends steht der Große Wagen im Nordwesten. Im Westen sind der Bärenhüter und das eher lichtschwache und ausgedehnte Sternbild Herkules zu finden, während im Südwesten vor allem der Schlangenträger ins Auge fällt. Hoch im Süden funkelt unübersehbar das Sommerdreieck bestehend aus den Sternen Deneb, Vega und Atair. Diese sind jeweils die hellsten Sterne der Sternbilder Schwan, Leier und Adler. Weiter im Osten haben die typischen Herbststernbilder Andromeda und Pegasus Einzug gehalten. Etwas tiefer erstrecken sich die Tierkreissternbilder Steinbock, Wassermann und Fische über den Himmel. 

Nach vier Stunden, also um Mitternacht, hat sich der Anblick des Sternenhimmels deutlich verändert. Der Große Wagen hat seine niedrigste Position tief im Norden durchschritten, das Sommerdreieck ist in den Westen gerückt. Den Süden dominieren die Sternbilder des Herbstes und Kassiopeia – wegen seiner charakteristischen Form auch Himmels-W genannt – zeigt sich fast im Zenit. Im Osten sind mit Stier, Fuhrmann und den Zwillingen die ersten Wintersternbilder aufgetaucht. Auch der Himmelsjäger Orion befindet sich auf dem Vormarsch.

Am frühen Morgen hat sich die Himmelskugel ein weiteres Mal ein ordentliches Stück weitergedreht. Der Große Wagen ist im Nordosten angelangt, Pegasus und Andromeda haben sich gemeinsam mit den anderen Herbststernbildern in den Westen zurückgezogen. Im Süden zieht das Wintersechseck als beherrschende Figur alle Blicke auf sich. Es besteht aus den hellsten Sternen der Sternbilder Fuhrmann, Stier, Orion, Großer und Kleiner Hund und den Zwillingen. Mit dem Löwen kann im Osten bereits ein typisches Frühlingssternbild gefunden werden.

Sternschnuppen

Von Anfang Oktober bis Anfang November treten die Orioniden in Aktion. Die beste Beobachtungszeit ist ab Mitternacht, da dann das Sternbild Orion, aus welchem die Sternschnuppen zu kommen scheinen, aufgegangen ist. Zum Maximum in der Nacht auf den 22. Oktober werden pro Stunde bis zu 15 Sternschnuppen erwartet. Allerdings wird man in diesem Jahr bei der Beobachtung vom Licht des zunehmenden Mondes gestört, da am 24. Oktober Vollmond ist.

 

Quelle Sternkarte: Stellarium