Aktueller Sternenhimmel im Oktober 2019

Zeitumstellung

Am 27. Oktober beginnt die Winterzeit (MEZ). Die Uhren werden um 3 Uhr eine Stunde zurückgestellt.
Die Zeitangaben in diesem Text beziehen sich auf die Sommerzeit (MESZ), sofern nichts Weiteres angegeben ist.
 

Das erwartet Sie im Oktober am Nachthimmel:
 

Planeten

Der kleine Planet Merkur sowie die beiden Nachbarplaneten der Erde, Venus und Mars, können im Oktober nicht am Nachthimmel gefunden werden.

Jupiter, der im Südwesten steht, zieht sich weiter vom Abendhimmel zurück. Am 1. Oktober geht er um 22 Uhr unter, Ende des Monats ist der im Schlangenträger stehende Planet bereits gegen 19:15 Uhr MEZ unter den Horizont gesunken. Im Oktober zeigt sich der Mond gleich zweimal nah an Jupiter: einmal am 3. Oktober gegen 20 Uhr und das zweite Mal am 31. Oktober um 18 Uhr MEZ.

Saturn ist am Abendhimmel im Südwesten zu finden und zieht sich ebenfalls immer weiter zurück. Der Ringplanet steht im Sternbild Schütze und geht am 1. Oktober gegen 23:45 Uhr unter. Am Ende des Monats ist er bereits um 20:50 Uhr MEZ unter den Horizont gesunken. Ein schöner Anblick bietet sich am 5. Oktober, wenn Saturn und der zunehmende Mond im Südwesten gegen 22 Uhr aufeinandertreffen.


Mond

Am 13. Oktober ist Vollmond. Fünfzehn Tage später, am 28. Oktober wendet der Mond uns seine unbeschienene Seite zu. Es ist Neumond.


Fixsternhimmel

Dank der zunehmend früher einsetzenden Dunkelheit werden die Zeiten, in denen der Nachthimmel beobachtet werden kann, immer länger.

Um 20 Uhr abends steht der Große Wagen im Nordwesten. Im Westen sind der Bärenhüter und das eher lichtschwache und ausgedehnte Sternbild Herkules zu finden, während im Südwesten vor allem der Schlangenträger ins Auge fällt. Hoch im Süden funkelt unübersehbar das Sommerdreieck bestehend aus den Sternen Deneb, Vega und Atair. Diese sind jeweils die hellsten Sterne der Sternbilder Schwan, Leier und Adler. Weiter im Osten haben die typischen Herbststernbilder Andromeda und Pegasus Einzug gehalten. Etwas tiefer erstrecken sich die Tierkreissternbilder Steinbock, Wassermann und Fische über den Himmel.

Nach vier Stunden, also um Mitternacht, hat sich der Anblick des Sternenhimmels deutlich verändert. Der Große Wagen hat seine niedrigste Position tief im Norden durchschritten, das Sommerdreieck ist in den Westen gerückt. Den Süden dominieren die Sternbilder des Herbstes und Kassiopeia – wegen seiner charakteristischen Form auch Himmels-W genannt – zeigt sich fast im Zenit. Im Osten sind mit Stier, Fuhrmann und den Zwillingen die ersten Wintersternbilder aufgetaucht. Auch der Himmelsjäger Orion befindet sich auf dem Vormarsch.

Am frühen Morgen hat sich die Himmelskugel ein weiteres Mal ein ordentliches Stück weitergedreht. Der Große Wagen ist im Nordosten angelangt, Pegasus und Andromeda haben sich gemeinsam mit den anderen Herbststernbildern in den Westen zurückgezogen. Im Süden zieht das Wintersechseck als beherrschende Figur alle Blicke auf sich. Es besteht aus den hellsten Sternen der Sternbilder Fuhrmann, Stier, Orion, Großer und Kleiner Hund und den Zwillingen. Mit dem Löwen kann im Osten bereits ein typisches Frühlingssternbild gefunden werden.


Sternschnuppen

Von Anfang Oktober bis Anfang November treten die Orioniden in Aktion. Die beste Beobachtungszeit ist ab Mitternacht, da dann das Sternbild Orion, aus welchem die Sternschnuppen zu kommen scheinen, aufgegangen ist. Zum Maximum in der Nacht auf den 22. Oktober werden pro Stunde bis zu 15 Sternschnuppen erwartet.


Quelle Sternkarte: Stellarium