Der Sternenhimmel im Januar 2021

Das erwartet Sie im Januar am Nachthimmel:

Planeten

Merkur kann von Mitte bis Ende Januar in der Abenddämmerung im Westen erspäht werden. Der kleine Planet befindet sich im Sternbild Steinbock und geht knapp eineinhalb Stunden nach Sonnenuntergang unter.

Venus kann am Morgenhimmel im Südosten gesehen werden, am 1. Januar erfolgt ihr Aufgang gegen 7.00 Uhr. Im Laufe des Monats verblasst sie allerdings immer mehr in der Morgendämmerung und zieht sich so vom Nachthimmel zurück. Der innere Nachbarplanet der Erde befindet sich im Sternbild Schlangenträger und wechselt am 6. Januar in den Schützen. Ein schöner Anblick bietet sich am 11. Januar gegen 7.30 Uhr, wenn Venus gemeinsam mit der schmalen Sichel des abnehmenden Mondes im Südosten steht.

Der rötliche Mars ist abends und in der ersten Nachthälfte am Himmelszelt vertreten. Während er zu Beginn des Monats um 2.20 Uhr unter geht, ist er am 31. Januar bereits gegen 1.45 Uhr unter den Westhorizont gesunken. Mars wechselt am 5. Januar vom Sternbild Fische in den Widder. Am 21. Januar kann man Mars zusammen mit dem Mond gegen 19.00 Uhr im Süden beobachten.

Die Gasplaneten Jupiter und Saturn können in den ersten Tagen des Jahres noch in der Abenddämmerung im Südwesten gesehen werden. Sie gehen nicht lange nach der Sonne unter und sind bald gar nicht mehr zu finden. Beide Planeten stehen in diesem Monat in Konjunktion mit der Sonne: Saturn am 24. Januar und Jupiter am 29. Januar.

Mond

Am 13. Januar ist Vollmond. Fünfzehn Tage später, am 28. Januar, wendet der Mond uns seine unbeschienene Seite zu. Es ist Neumond.

Fixsterne

Am frühen Abend findet man den Großen Wagen im Nordosten. Die typischen Herbststernbilder, darunter Pegasus und Andromeda, sind nun schon in den Westen gerückt. Damit bereiten sie den Weg für die helleren Sternbilder des Winters, die bereits im Südosten stehen. In der Mitte der Nacht haben sie ihre höchste Stellung im Süden erreicht. Besonders bekannt ist der Himmelsjäger Orion, aber auch die Sternbilder Großer Hund, Kleiner Hund, Zwillinge, Fuhrmann und Stier sind mit von der Partie. Die hellsten Sterne der eben genannten Sternbilder bilden zusammen ein fast gleichmäßiges Sechseck, welches auch Wintersechseck genannt wird. Es besteht aus den Sternen Rigel im Orion, Sirius, dem hellsten Stern des Fixsternhimmels im Großen Hund, Prokyon im Kleinen Hund, Kastor und Pollux in den Zwillingen, Kapella im Fuhrmann und Aldebaran im Stier. Außerdem hat mit dem Löwen bereits ein Sternbild des Frühlings die Himmelsbühne betreten. Im Verlauf der Nacht ist der Große Wagen auf seiner Bahn um den Polarstern etwas höher geklettert und erreicht in den frühen Morgenstunden seine höchste Stellung am Himmel. Das Wintersechseck ist im Untergang begriffen, während Frühlingssternbilder wie Löwe, Jungfrau und Bärenhüter nun im Süden und Südosten die Blicke auf sich ziehen.

Sternschnuppen

Zwischen dem 28. Dezember und dem 12. Januar treten die Quadrantiden in Aktion. Die besten Chancen, einen Blick auf eine Sternschnuppe zu erhaschen, ergeben sich in den Morgenstunden. Die höchsten Fallraten mit ungefähr 120 Sternschnuppen pro Stunde werden in der Nacht vom 3. auf den 4. Januar erwartet. Da die Sternschnuppen aus dem Sternbild Bootes zu kommen scheinen, werden sie auch Bootiden genannt.

Quelle Sternkarte: Stellarium (Zeiten in MEZ, gültig für Mannheim)