Aktueller Sternenhimmel November 2017

Das erwartet Sie im November am Nachthimmel:


Planeten

Merkur zeigt sich im November nicht am Nachthimmel.

Unser innerer Nachbarplanet, die Venus, kann weiterhin am Morgenhimmel im Osten gefunden werden. Sie steht bis zum 13. November im Sternbild Jungfrau und wechselt anschließend in die Waage. Venus steigt im Verlauf des Monats immer später über den Osthorizont: Während sie am 1. November um 5:30 Uhr aufgeht, erscheint sie zu Monatsende erst um 7 Uhr. In diesem Monat haben wir gleich zwei Mal die Möglichkeit, eine schöne Konstellation aus Venus, Jupiter, Mond und Mars zu sehen, nämlich am 16. und 17. November, jeweils gegen 6:30 Uhr.

Auch Mars kann morgens am Sternenhimmel beobachtet werden. Der rötliche Planet hält sich momentan in der Jungfrau auf und ist den gesamten Monat über ab 4 Uhr im Osten zu sehen. Eine Begegnung von Mars und Mond ereignet sich am 15. November gegen 5 Uhr.

Jupiter, der ebenfalls im Sternbild Jungfrau steht, taucht ab der Monatsmitte am Morgenhimmel auf. Sein Aufgang erfolgt am 15. November um 6:10 Uhr, am Ende des Monats bereits um 5:30 Uhr. Da sich der Gasriese nur knapp über dem östlichen Horizont zeigt, empfiehlt sich die Beobachtung mit einem Fernglas. Beim Auffinden kann die strahlende Venus helfen, welche in der Nähe des Jupiters steht. Zu einem besonders engen Aufeinandertreffen der beiden kommt es am 13. November um 6:30 Uhr.

Der Ringplanet Saturn hält bis zur Monatsmitte am Abendhimmel im Südwesten die Stellung. Geht der im Schlangenträger stehende Planet am 1. November gegen 19:30 Uhr unter, so ist er am 15. November bereits eine Stunde früher unter den Westhorizont gesunken und beendet so seine Abendsichtbarkeit.

Mond

Vollmond ist am 4. November. Zwei Tage später, am 6. November, bedeckt der Mond Aldebaran, den rötlichen Hauptstern des Wintersternbilds Stier. Beobachtet werden kann diese Bedeckung gegen 4:15 Uhr im Südwesten. Am 18. November ist schließlich Neumond.

Fixsternhimmel

Zur Monatsmitte erreicht der Große Wagen um 20 Uhr abends seine tiefste Position im Norden. Im Westen steht das Sommerdreieck bestehend aus den hellsten Sternen der Sternbilder Schwan, Leier und Adler. Der Süden wird von den Herbststernbildern dominiert. Hier zeigen sich Pegasus und Andromeda, die das markante Herbstviereck bilden sowie tiefer im Süden die ausgedehnten und eher lichtschwachen Sternbilder Wassermann, Walfisch und Fische. Das Sternbild Kassiopeia, bekannt auch als Himmels-W, steht fast im Zenit. Im Osten haben mit dem Fuhrmann und dem Stier bereits zwei Sternbilder des Winters Einzug gehalten. Auch der Himmelsjäger Orion ist schon halb aufgegangen.

Der Himmelsanblick um Mitternacht hat sich zur Mitte des Monats deutlich verändert. Der große Wagen ist in den Nordosten emporgeklettert und das Sommerdreieck ist untergegangen. Im Westen steht nun das Herbstviereck, während die Wintersternbilder weiter in den Süden gerückt sind. Das Wintersechseck steht nun im Südosten. Es besteht aus den Sternen Kapella, Aldebaran, Rigel, Sirius, Prokyon und Castor. Diese sind die hellsten Sterne der Sternbilder Fuhrmann, Stier, Orion, Großer Hund, Kleiner Hund und Zwillinge. Im Osten ist der unscheinbare Krebs aufgegangen und mit dem Löwen kündigt sich bereits das erste Frühlingssternbild an.

Vier Stunden später, um vier Uhr morgens, ist der Große Wagen weiter im Nordosten emporgestiegen. Das Herbstviereck ist mittlerweile untergegangen. Gleichzeitig zieht das funkelnde Wintersechseck im Südwesten alle Blicke auf sich. Am östlichen Teil des Firmaments sind mit Löwe und Bärenhüter nun zwei typische Sternbilder des Frühlings an den Himmel zurückgekehrt.

Sternschnuppen 

Zwischen dem 12. und dem 29. November tauchen die Leoniden am Morgenhimmel auf. Das Maximum wird in der Nacht vom 17. auf den 18. November erwartet, da die Erde zu diesem Zeitpunkt die Bahn des Kometen Tempel-Tuttle kreuzt. Bei guten Wetter- und Beobachtungsbedingungen sollen pro Stunde um die 20 Sternschnuppen gesichtet werden können. Dank des Neumonds am 18. November kann das Maximum in diesem Jahr ohne störendes Mondlicht verfolgt werden. Am besten zu sehen sind die Leoniden zwischen Mitternacht und Morgendämmerung.

 

Quelle Sternkarte: Stellarium

(Zeiten in MEZ, gültig für Mannheim)