Aktueller Sternenhimmel im November 2019

Das erwartet Sie im November am Nachthimmel:
 

Planeten

Am 11. November steht Merkur in unterer Konjunktion mit der Sonne. Es kommt zu einem Merkurtransit, das heißt, der kleine Planet zieht über die Sonnenscheibe hinweg. Dieses Ereignis kann mithilfe eines Fernrohrs ab 13:35 Uhr bis zum Sonnenuntergang beobachtet werden. Achtung: Niemals mit einem Fernrohr oder Fernglas ohne geeignete Schutzfilter in die Sonne schauen. Ab dem 20. November kann der im Sternbild Waage stehende Planet am Morgenhimmel entdeckt werden. Er geht dann gegen 6:15 Uhr im Osten auf. Am 25. November kann die schmale Mondsichel gegen 6:45 Uhr gemeinsam mit Merkur am östlichen Horizont gefunden werden.

Unser innerer Nachbarplanet, die Venus, kann in der Abenddämmerung im Südwesten erspäht werden. Sie steht im Schlangenträger und wechselt am 24. November in das Sternbild Schütze. Am gleichen Tag kann gegen 17:15 Uhr eine enge Begegnung von Venus und Jupiter beobachtet werden. Ein schöner Anblick bietet sich außerdem gegen 17:15 Uhr am 28. November, wenn die Venus gemeinsam mit Jupiter und dem Mond am südwestlichen Horizont steht. Am Vormittag wird Jupiter zwischen 10:28 Uhr und 11:37 Uhr vom Mond bedeckt. Für die Beobachtung ist ein Fernglas oder Fernrohr nötig.

Mars macht sich zunehmend am Morgenhimmel bemerkbar. Der rötliche Planet steht im Sternbild Jungfrau und geht gegen 5:15 Uhr auf. Eine Begegnung von Mars und Mond ereignet sich am 24. November gegen 6 Uhr im Südosten.

Jupiter zieht sich weiter vom Abendhimmel zurück. Während er zu Monatsbeginn um 19:15 Uhr untergeht, ist er am 30. November bereits gegen 17:45 Uhr unter den Horizont gesunken. Der Gasriese hält sich im Schlangenträger auf und wechselt am 16. November in das Sternbild Schütze.

Der Ringplanet Saturn hält am Abendhimmel im Südwesten die Stellung. Geht der im Schützen stehende Planet am 1. November gegen 20:50 Uhr unter, so ist er zu Monatsende bereits um 19:10 Uhr vom Himmelszelt verschwunden. Am 29. November gegen 18 Uhr steht Saturn gemeinsam mit dem Mond im Südwesten.
 

Mond

Am 12. November ist Vollmond. Zwei Wochen später, am 26. November, wendet der Mond uns seine unbeschienene Seite zu. Es ist Neumond.
 

Fixsternhimmel

Zur Monatsmitte erreicht der Große Wagen um 20 Uhr abends seine tiefste Position im Norden. Im Westen steht das Sommerdreieck bestehend aus den hellsten Sternen der Sternbilder Schwan, Leier und Adler. Der Süden wird von den Herbststernbildern dominiert. Hier zeigen sich Pegasus und Andromeda, die das markante Herbstviereck bilden sowie tiefer im Süden die ausgedehnten und eher lichtschwachen Sternbilder Wassermann, Walfisch und Fische. Das Sternbild Kassiopeia, bekannt auch als Himmels-W, steht fast im Zenit. Im Osten haben mit dem Fuhrmann und dem Stier bereits zwei Sternbilder des Winters Einzug gehalten. Auch der Himmelsjäger Orion ist schon halb aufgegangen.

Der Himmelsanblick um Mitternacht hat sich zur Mitte des Monats deutlich verändert. Der große Wagen ist in den Nordosten emporgeklettert und das Sommerdreieck ist untergegangen. Im Westen steht nun das Herbstviereck, während die Wintersternbilder weiter in den Süden gerückt sind. Das Wintersechseck steht nun im Südosten. Es besteht aus den Sternen Kapella, Aldebaran, Rigel, Sirius, Prokyon und Castor. Diese sind die hellsten Sterne der Sternbilder Fuhrmann, Stier, Orion, Großer Hund, Kleiner Hund und Zwillinge. Im Osten ist der unscheinbare Krebs aufgegangen und mit dem Löwen kündigt sich bereits das erste Frühlingssternbild an. 

Vier Stunden später, um vier Uhr morgens, ist der Große Wagen weiter im Nordosten emporgestiegen. Das Herbstviereck ist mittlerweile untergegangen. Gleichzeitig zieht das funkelnde Wintersechseck im Südwesten alle Blicke auf sich. Am östlichen Teil des Firmaments sind mit Löwe und Bärenhüter nun zwei typische Sternbilder des Frühlings an den Himmel zurückgekehrt.
 

Sternschnuppen

Zwischen dem 6. und dem 30. November tauchen die Leoniden am Morgenhimmel auf. Das Maximum wird in der Nacht vom 17. auf den 18. November erwartet, da die Erde zu diesem Zeitpunkt die Bahn des Kometen Tempel-Tuttle kreuzt. Bei guten Wetter- und Beobachtungsbedingungen sollen pro Stunde um die 20 Sternschnuppen gesichtet werden können, allerdings stört in diesem Jahr das Licht des abnehmenden Mondes. Am besten zu sehen sind die Leoniden zwischen Mitternacht und Morgendämmerung.

 

Quelle Sternkarte: Stellarium

(Zeiten in MEZ, gültig für Mannheim)