Aktueller Sternenhimmel Dezember 2017

Das erwartet Sie im Dezember am Nachthimmel:


Planeten

Merkur erscheint ab dem 24. Dezember im Osten am Morgenhimmel. Der kleine Planet steht im Sternbild Schlangenträger und geht gegen 6:45 Uhr auf. Es empfiehlt sich die Beobachtung mit einem Fernglas, da Merkur in den Dunstschichten in der Nähe des Horizonts nur schwer auszumachen ist.

Venus hat sich vollständig vom Morgenhimmel zurückgezogen. Zu Jahresende geht sie ungefähr zeitgleich mit der Sonne auf, von der sie überstrahlt wird.

Der rötliche Mars kann morgens am östlichen Teil der Himmelskugel gefunden werden. Die Aufgänge des in der Jungfrau stehenden Planeten erfolgen zu Monatsbeginn um 4 Uhr, am Ende um 3:45 Uhr. Ein schöner Himmelsanblick kann am 13. Dezember um 6 Uhr beobachtet werden, wenn Mars und Mond sich im Südosten begegnen.

Auch Jupiter ist am Morgenhimmel mit von der Partie. Der Gasriese steht im Sternbild Waage und verfrüht seine Aufgänge im Verlauf des Monats deutlich: Steigt er am Anfang des Monats erst um 5:30 Uhr über den östlichen Horizont, so kann man ihn Ende Dezember bereits um 4 Uhr am Firmament entdecken. Jupiter wird momentan von Mars verfolgt, der ihn aber erst im Januar nächsten Jahres einholt. Gemeinsam mit dem Mond zeigen sich die beiden Planeten am 14. Dezember um 6 Uhr im Südosten.

Saturn bleibt diesen Monat unsichtbar. Am 21. Dezember steht der Ringplanet in Konjunktion mit der Sonne und erreicht mit 1652 Millionen Kilometern seine größte Entfernung von der Erde in diesem Jahrhundert.

Sonne

Am 21. Dezember um 17:28 Uhr ist Wintersonnenwende. Dann tritt die Sonne aus dem Tierkreiszeichen Schütze in den Steinbock und hat den tiefsten Punkt ihrer Jahresbahn erreicht. Es ist die längste Nacht und der kürzeste Tag des Jahres.

Mond

Der Mond wendet uns seine ganze beschienene Seite am 3. Dezember zu. Es ist Vollmond. Neumond ist schließlich fünfzehn Tage später am 18. Dezember. Der Erdtrabant bedeckt am 31. Dezember zwischen 2:26 und 3:07 Uhr den rötlichen Stern Aldebaran im Stier. Das kann schon mit einem Fernglas gesehen werden.

Fixsternhimmel

Gegen 20 Uhr findet man den Großen Wagen tief im Norden. Im Westen kann man gerade noch das Sommerdreieck aus den hellsten Sternen der Sternbilder Schwan, Leier und Adler erblicken, bevor es sich relativ bald durch den Untergang des Adlers auflöst. 

Die charakteristischen Herbststernbilder, darunter Pegasus und Andromeda, sind schon etwas in den Westen gerückt. Kassiopeia oder auch Himmels-W genannt hat fast im Zenit seine Position eingenommen. Tief im Südwesten steht das ausgedehnte und eher lichtschwache Sternbild Wassermann. Den Osten dominieren die helleren Sternbilder des Winters. 

In der Mitte der Nacht haben diese ihre höchste Stellung im Süden erreicht. Besonders bekannt ist das Sternbild des Himmelsjägers Orion, aber auch die Sternbilder Großer Hund, Kleiner Hund, Zwillinge, Fuhrmann und Stier sind mit von der Partie. Zusammen bilden die hellsten Sterne der eben genannten Sternbilder das sogenannte Wintersechseck. Es besteht aus den Sternen Rigel im Orion, Sirius, dem hellsten Stern des Fixsternhimmels im Großen Hund, Prokyon im Kleinen Hund, Kastor und Pollux in den Zwillingen, Kapella im Fuhrmann und dem rötlichen Aldebaran im Stier. Im Osten ist nun mit dem Löwen schon ein Sternbild des Frühlings vertreten.

Im Verlauf der Nacht ist der Große Wagen auf seiner Bahn um den Polarstern etwas höher geklettert und erreicht zur Monatsmitte gegen 6 Uhr morgens seine höchste Stellung am Himmel. Teile des Wintersechsecks sind jetzt untergegangen, nur Fuhrmann und Zwillinge können im Westen noch beobachtet werden. Zum Frühlingssternbild Löwen, der nun im Süden steht, haben sich östlich von ihm auch der Bärenhüter und die Jungfrau gesellt.

Sternschnuppen

Im Dezember gibt es gleich zwei Sternschnuppenströme. Zwischen dem 5. und dem 15. Dezember treten die Geminiden in Aktion. Die besten Chancen, einen Blick auf eine Sternschnuppe zu erhaschen, ergeben sich von 21 bis 6 Uhr. Die höchsten Fallraten mit maximal 120 Sternschnuppen pro Stunde werden in der Nacht vom 12. auf den 13. Dezember erwartet. 

Ab dem 15. bis zum 24. Dezember können die Ursiden gesehen werden. Deren Maximum hingegen fällt mit ungefähr 10 Sternschnuppen pro Stunde in der Nacht vom 20. auf den 21. Dezember deutlich weniger zahlreich aus als das der Geminiden. 

 

Quelle Sternkarte: Stellarium

 

(Zeiten in MEZ, gültig für Mannheim)