Aktueller Sternenhimmel Dezember 2018

Das erwartet Sie im Dezember am Nachthimmel:

Planeten

Merkur erscheint ab dem 10. Dezember im Südosten am Morgenhimmel. Der kleine Planet steht im Sternbild Waage und geht gegen 6:30 Uhr auf. Es empfiehlt sich die Beobachtung mit einem Fernglas, da Merkur in den Dunstschichten in der Nähe des Horizonts nur schwer auszumachen ist. Gefunden werden kann Merkur noch bis zum 24. Dezember, an dem er gegen 7 Uhr im Sternbild Schlangenträger aufgeht.

Venus ist weiterhin am Morgenhimmel im Südosten sichtbar. Der innere Nachbarplanet der Erde geht den gesamten Monat über gegen 4:30 Uhr auf. Am 14. Dezember wechselt Venus vom Sternbild Jungfrau in die Waage. Eine Begegnung mit dem Mond kann am 4. Dezember gegen 6 Uhr im Südosten beobachtet werden.

Der rötliche Mars kann abends am westlichen Teil der Himmelskugel gefunden werden. Die Untergänge des im Wassermann stehenden Planeten erfolgen gegen 23:45 Uhr. Ab dem 22. Dezember ist der äußere Nachbarplanet der Erde in den Fischen zu finden. Ein schöner Himmelsanblick kann am 14. Dezember um 21 Uhr beobachtet werden, wenn Mars und Mond sich im Südwesten begegnen.

Jupiter taucht ab Ende Dezember am Morgenhimmel auf. Der Gasriese steht im Sternbild Schlangenträger und verfrüht seine Aufgänge von 7 Uhr am 20. Dezember auf 6:30 Uhr am Monatsende. Gemeinsam mit dem Merkur zeigt Jupiter sich am 20. Dezember um 7 Uhr im Südosten. Auch die Venus, die etwas abseits steht, ist mit von der Partie.

Der Ringplanet Saturn kann im Dezember nicht gesehen werden.

Sonne

Am 21. Dezember um 23:22 Uhr ist Wintersonnenwende. Dann tritt die Sonne aus dem Tierkreiszeichen Schütze in den Steinbock und hat den tiefsten Punkt ihrer Jahresbahn erreicht. Es ist die längste Nacht und der kürzeste Tag des Jahres.

Mond

Am 7. Dezember ist Neumond. Fünfzehn Tage später, am 22. Dezember, wendet uns der Mond seine ganze beschienene Seite zu. Es ist Vollmond. 

Fixsternhimmel

Gegen 20 Uhr findet man den Großen Wagen tief im Norden. Im Westen kann man gerade noch das Sommerdreieck aus den hellsten Sternen der Sternbilder Schwan, Leier und Adler erblicken, bevor es sich relativ bald durch den Untergang des Adlers auflöst. 

Die charakteristischen Herbststernbilder, darunter Pegasus und Andromeda, sind schon etwas in den Westen gerückt. Kassiopeia oder auch Himmels-W genannt hat fast im Zenit seine Position eingenommen. Tief im Südwesten steht das ausgedehnte und eher lichtschwache Sternbild Wassermann. Den Osten dominieren die helleren Sternbilder des Winters. 

In der Mitte der Nacht haben diese ihre höchste Stellung im Süden erreicht. Besonders bekannt ist das Sternbild des Himmelsjägers Orion, aber auch die Sternbilder Großer Hund, Kleiner Hund, Zwillinge, Fuhrmann und Stier sind mit von der Partie. Zusammen bilden die hellsten Sterne der eben genannten Sternbilder das sogenannte Wintersechseck. Es besteht aus den Sternen Rigel im Orion, Sirius, dem hellsten Stern des Fixsternhimmels im Großen Hund, Prokyon im Kleinen Hund, Kastor und Pollux in den Zwillingen, Kapella im Fuhrmann und dem rötlichen Aldebaran im Stier. Im Osten ist nun mit dem Löwen schon ein Sternbild des Frühlings vertreten.

Im Verlauf der Nacht ist der Große Wagen auf seiner Bahn um den Polarstern etwas höher geklettert und erreicht zur Monatsmitte gegen 6 Uhr morgens seine höchste Stellung am Himmel. Teile des Wintersechsecks sind jetzt untergegangen, nur Fuhrmann und Zwillinge können im Westen noch beobachtet werden. Zum Frühlingssternbild Löwen, der nun im Süden steht, haben sich östlich von ihm auch der Bärenhüter und die Jungfrau gesellt.

Sternschnuppen

Im Dezember gibt es gleich zwei Sternschnuppenströme. Zwischen dem 4. und dem 17. Dezember treten die Geminiden in Aktion. Die besten Chancen, einen Blick auf eine Sternschnuppe zu erhaschen, ergeben sich von 21 bis 6 Uhr. Die höchsten Fallraten mit maximal 120 Sternschnuppen pro Stunde werden in der Nacht vom 14. auf den 15. Dezember erwartet. 

Ab dem 17. bis zum 26. Dezember können die Ursiden gesehen werden. Deren Maximum hingegen fällt mit ungefähr 10 Sternschnuppen pro Stunde in der Nacht vom 22. auf den 23. Dezember deutlich weniger zahlreich aus als das der Geminiden. Außerdem stört in diesem Jahr der Vollmond bei der Beobachtung.

 

Quelle Sternkarte: Stellarium

(Zeiten in MEZ, gültig für Mannheim)