Aktueller Sternenhimmel im September 2020

Das erwartet Sie im September am Nachthimmel:
 

Planeten

Der kleine Planet Merkur kann im September nicht am Nachthimmel gefunden werden.

Venus zeigt sich am Morgenhimmel im Nordosten. Der innere Nachbarplanet der Erde steht zunächst im Sternbild Zwillinge, wechselt am 5. September in den Krebs und ist ab dem 23. September im Löwen zu sehen. Während sie zu Beginn des Monats ab 2:45 Uhr am Nachthimmel zu finden ist, steigt sie am 30. September erst eine Stunde später über den Horizont. Ein schöner Anblick bietet sich am 14. September, wenn Venus gemeinsam mit dem Mond gegen 6 Uhr im Osten steht.

Der rötliche Planet Mars steht im Sternbild Fische und kann fast die gesamte Nacht über beobachtet werden. Am 6. September kommt es gegen 6 Uhr im Südwesten zu einer engen Begegnung mit dem abnehmenden Mond.

Jupiter kann am Abendhimmel im Südwesten gefunden werden. Der im Schützen stehende Planet zieht sich zunehmend vom Nachthimmel zurück. So geht er zu Monatsbeginn noch um 2 Uhr, am 30. September bereits um Mitternacht unter. Am 24. September zeigt sich der Gasriese gegen 23 Uhr im Südwesten gemeinsam mit dem Mond.

Saturn kann ebenfalls am Abendhimmel im Südwesten gefunden werden. Die Untergänge des im Sternbild Schütze stehenden Ringplaneten verfrühen sich zunehmend. Während er zu Monatsbeginn bis um 2:45 Uhr nachts zu sehen ist, ist Saturn am 30. September schon um 0:50 Uhr untergegangen. Am 25. September kann eine Begegnung von Saturn und Mond um 23 Uhr im Südwesten beobachtet werden.
 

Sonne

Am 22. September ist Herbst Tag- und Nachtgleiche. Dabei passiert die Sonne um 15:31 Uhr den Herbstpunkt und tritt in das Tierkreiszeichen Waage. Tag und Nacht sind exakt gleich lang und dauern beide zwölf Stunden.
 

Mond

Vollmond ist am 2. September. Fünfzehn Tage später, am 17. September, wendet uns der Mond seine nicht beschienene Seite zu. Es ist Neumond.
 

Fixsternhimmel

Um Mitternacht steht der Große Wagen knapp über dem nördlichen Horizont. Er hat seine tiefste Position auf der Bahn um den Polarstern fast erreicht. Gleichzeitig ist Kassiopeia annähernd im Zenit zu finden.

Im Westen verabschiedet sich der Schlangenträger vom Himmelszelt, während Herkules noch die Stellung hält. Das Sommerdreieck aus den hellsten Sternen der Sternbilder Schwan, Leier und Adler funkelt unübersehbar im Südwesten. Hoch im Süden haben nun die typischen Herbststernbilder Andromeda und Pegasus ihre Posten bezogen. Etwas tiefer stehen die Tierkreissternbilder Wassermann und Steinbock. Im Osten ist mit dem Stier bereits das erste Sternbild des Winters aufgegangen.

Fünf Stunden später hat sich das Himmelszelt ein gutes Stück weitergedreht. Der Große Wagen ist nun im Nordosten zu finden. Vom Sommerdreieck sind nur noch der Schwan und die Leier tief im Nordwesten zu sehen. Das Herbstviereck aus Pegasus und Andromeda ist in den Westen gerückt und hat damit Platz für die charakteristischen Wintersternbilder gemacht. Im Osten und Südosten stehen nun der Fuhrmann, der Stier, der Himmelsjäger Orion, der Große und der Kleine Hund und die Zwillinge. Die hellsten Sterne dieser sechs Sternbilder spannen ein Sechseck auf, welches im Winter zu den beherrschenden Figuren zählt und aus diesem Grund auch Wintersechseck genannt wird.
 

Sternschnuppen

Den gesamten September hindurch sind die Pisciden aktiv. Das Maximum des - mit nur fünf bis zehn pro Stunde erwarteten Sternschnuppen - eher schwachen Stroms ist am 20. September.

 

Quelle Sternkarte: Stellarium
(Zeiten in MESZ, gültig für Mannheim)