Aktueller Sternenhimmel im Dezember 2019

Das erwartet Sie im Dezember am Nachthimmel:
 

Planeten

Merkur kann Anfang Dezember noch am Morgenhimmel im Südosten entdeckt werden. Der kleine Planet befindet sich im Sternbild Waage und geht am 1. Dezember gegen 6:30 Uhr auf.

Venus wird zunehmend am Abendhimmel im Südwesten sichtbar. Während sie am 1. Dezember bereits um 18 Uhr untergeht, kann sie am Jahresende bis 19:30 Uhr am Himmel gefunden werden. Der innere Nachbarplanet der Erde steht im Sternbild Schütze und wechselt am 19. Dezember in den Steinbock. Ein schöner Anblick bietet sich am 10. Dezember gegen 17:45 Uhr, wenn Venus tief am Horizont nah am Ringplanet Saturn steht.

Der rötliche Mars kann morgens am südöstlichen Teil der Himmelskugel gefunden werden. Die Aufgänge des in der Waage stehenden Planeten erfolgen gegen 5:15 Uhr. Die Begegnung von Mars und der schmalen abnehmenden Mondsichel kann am 23. Dezember gegen 7 Uhr verfolgt werden.

Jupiter kann im Dezember nicht am Nachthimmel gefunden werden, er steht am 27. Dezember in Konjunktion mit der Sonne.

Der Ringplanet Saturn verabschiedet sich in diesem Monat vom Nachthimmel. Ungefähr bis Mitte des Monats kann der im Schütze stehende Planet in den frühen Abendstunden noch knapp über dem südwestlichen Horizont erspäht werden.
 

Sonne

Am 22. Dezember um 5:19 Uhr ist Wintersonnenwende. Dann tritt die Sonne aus dem Tierkreiszeichen Schütze in den Steinbock und hat den tiefsten Punkt ihrer Jahresbahn erreicht. Es ist die längste Nacht und der kürzeste Tag des Jahres.
 

Mond

Vollmond ist am 12. Dezember. Vierzehn Tage später, am 26. Dezember, wendet uns der Mond seine nicht beschienene Seite zu. Es ist Neumond.
 

Fixsternhimmel

Gegen 20 Uhr findet man den Großen Wagen tief im Norden. Im Westen kann man gerade noch das Sommerdreieck aus den hellsten Sternen der Sternbilder Schwan, Leier und Adler erblicken, bevor es sich relativ bald durch den Untergang des Adlers auflöst.

Die charakteristischen Herbststernbilder, darunter Pegasus und Andromeda, sind schon etwas in den Westen gerückt. Kassiopeia oder auch Himmels-W genannt hat fast im Zenit seine Position eingenommen. Tief im Südwesten steht das ausgedehnte und eher lichtschwache Sternbild Wassermann. Den Osten dominieren die helleren Sternbilder des Winters.

In der Mitte der Nacht haben diese ihre höchste Stellung im Süden erreicht. Besonders bekannt ist das Sternbild des Himmelsjägers Orion, aber auch die Sternbilder Großer Hund, Kleiner Hund, Zwillinge, Fuhrmann und Stier sind mit von der Partie. Zusammen bilden die hellsten Sterne der eben genannten Sternbilder das sogenannte Wintersechseck. Es besteht aus den Sternen Rigel im Orion, Sirius, dem hellsten Stern des Fixsternhimmels im Großen Hund, Prokyon im Kleinen Hund, Kastor und Pollux in den Zwillingen, Kapella im Fuhrmann und dem rötlichen Aldebaran im Stier. Im Osten ist nun mit dem Löwen schon ein Sternbild des Frühlings vertreten.

Im Verlauf der Nacht ist der Große Wagen auf seiner Bahn um den Polarstern etwas höher geklettert und erreicht zur Monatsmitte gegen 6 Uhr morgens seine höchste Stellung am Himmel. Teile des Wintersechsecks sind jetzt untergegangen, nur Fuhrmann und Zwillinge können im Westen noch beobachtet werden. Zum Frühlingssternbild Löwen, der nun im Süden steht, haben sich östlich von ihm auch der Bärenhüter und die Jungfrau gesellt.
 

Sternschnuppen

Im Dezember gibt es gleich zwei Sternschnuppenströme. Zwischen dem 4. und dem 17. Dezember treten die Geminiden in Aktion. Die besten Chancen, einen Blick auf eine Sternschnuppe zu erhaschen, ergeben sich von 21 bis 6 Uhr. Die höchsten Fallraten mit maximal 120 Sternschnuppen pro Stunde werden in der Nacht vom 14. auf den 15. Dezember erwartet.

Ab dem 17. bis zum 26. Dezember können die Ursiden gesehen werden. Deren Maximum hingegen fällt mit ungefähr 10 Sternschnuppen pro Stunde in der Nacht vom 22. auf den 23. Dezember deutlich weniger zahlreich aus als das der Geminiden.

 

Quelle Sternkarte: Stellarium
(Zeiten in MEZ, gültig für Mannheim)