Der Sternenhimmel im Dezember 2020

Das erwartet Sie im Dezember am Nachthimmel:

Planeten

Merkur kann im Dezember nicht am Nachthimmel gefunden werden.

Venus zeigt sich am Morgenhimmel im Südosten. Während sie am 1. Dezember um 5.30 Uhr aufgeht, kann sie am Jahresende erst ab 7.00 Uhr am Himmel gefunden werden. Der innere Nachbarplanet der Erde steht im Sternbild Waage, wechselt am 17. Dezember in den Skorpion und vier Tage später in den Schlangenträger. Ein schöner Anblick bietet sich am 13. Dezember gegen 7.00 Uhr, wenn Venus tief am Horizont in der Nähe der schmalen Sichel des abnehmenden Mondes steht.

Der rötliche Mars kann in der ersten Nachthälfte am Himmelszelt gefunden werden. Der Untergang des in den Fischen stehenden Planeten erfolgt zu Monatsbeginn gegen 3.20 Uhr, am 31. Dezember gegen 2.20 Uhr. Die Begegnung von Mars und Mond kann am 24. Dezember gegen Mitternacht im Westen verfolgt werden.

Jupiter steht am Abendhimmel im Südwesten im Sternbild Schütze und wechselt am 18. Dezember in den Skorpion. Seine Untergänge verfrühen sich von 19.50 Uhr am 1. Dezember auf 18.30 Uhr am Jahresende. Am 17. Dezember zeigt sich Jupiter gegen 18.00 Uhr in der Nähe von Mond und Saturn im Südwesten. Vier Tage später passiert Jupiter den Ringplaneten Saturn im Abstand von 0,1° (das entspricht einem Fünftel des Monddurchmessers). Es kommt zu einer so genannten „Großen Konjunktion“.

Der Ringplanet Saturn zeigt sich wie Jupiter am Abendhimmel im Südwesten. Am 16. Dezember wechselt er aus dem Sternbild Schütze in den Steinbock. Am Monatsbeginn geht Saturn gegen 20 Uhr unter, am 31. Dezember bereits um 18.30 Uhr.

Sonne

Am 21. Dezember um 11.02 Uhr ist Wintersonnenwende. Dann tritt die Sonne aus dem Tierkreiszeichen Schütze in den Steinbock und hat den tiefsten Punkt ihrer Jahresbahn erreicht. Es ist die längste Nacht und der kürzeste Tag des Jahres.

Mond

Neumond ist am 14. Dezember. Sechszehn Tage später, am 30. Dezember, wendet uns der Mond seine beschienene Seite zu. Es ist Vollmond.

Fixsternhimmel

Gegen 20.00 Uhr findet man den Großen Wagen tief im Norden. Im Westen kann man gerade noch das Sommerdreieck aus den hellsten Sternen der Sternbilder Schwan, Leier und Adler erblicken, bevor es sich relativ bald durch den Untergang des Adlers auflöst.

Die charakteristischen Herbststernbilder, darunter Pegasus und Andromeda, sind schon etwas in den Westen gerückt. Kassiopeia oder auch Himmels-W genannt hat fast im Zenit seine Position eingenommen. Tief im Südwesten steht das ausgedehnte und eher lichtschwache Sternbild Wassermann. Den Osten dominieren die helleren Sternbilder des Winters.

In der Mitte der Nacht haben diese ihre höchste Stellung im Süden erreicht. Besonders bekannt ist das Sternbild des Himmelsjägers Orion, aber auch die Sternbilder Großer Hund, Kleiner Hund, Zwillinge, Fuhrmann und Stier sind mit von der Partie. Zusammen bilden die hellsten Sterne der eben genannten Sternbilder das sogenannte Wintersechseck. Es besteht aus den Sternen Rigel im Orion, Sirius, dem hellsten Stern des Fixsternhimmels im Großen Hund, Prokyon im Kleinen Hund, Kastor und Pollux in den Zwillingen, Kapella im Fuhrmann und dem rötlichen Aldebaran im Stier. Im Osten ist nun mit dem Löwen schon ein Sternbild des Frühlings vertreten.

Im Verlauf der Nacht ist der Große Wagen auf seiner Bahn um den Polarstern etwas höher geklettert und erreicht zur Monatsmitte gegen 6 Uhr morgens seine höchste Stellung am Himmel. Teile des Wintersechsecks sind jetzt untergegangen, nur Fuhrmann und Zwillinge können im Westen noch beobachtet werden. Zum Frühlingssternbild Löwen, der nun im Süden steht, haben sich östlich von ihm auch der Bärenhüter und die Jungfrau gesellt.

Sternschnuppen

Im Dezember gibt es gleich zwei erwähnenswerte Sternschnuppenströme. Zwischen dem 4. und dem 17. Dezember treten die Geminiden in Aktion. Die besten Chancen, einen Blick auf eine Sternschnuppe zu erhaschen, ergeben sich von 21.00 bis 6.00 Uhr. Die höchsten Fallraten mit maximal 120 Sternschnuppen pro Stunde werden in der Nacht vom 13. auf den 14. Dezember erwartet.

Ab dem 17. bis zum 26. Dezember können die Ursiden gesehen werden. Deren Maximum hingegen fällt mit ungefähr 10 Sternschnuppen pro Stunde in der Nacht vom 21. auf den 22. Dezember deutlich weniger zahlreich aus als das der Geminiden.

Quelle Sternkarte: Stellarium (Zeiten in MEZ, gültig für Mannheim)