Der Sternenhimmel im Dezember 2021

Das erwartet Sie im Dezember am Nachthimmel:

Planeten

Merkur zeigt sich an den letzten Tagen des Jahres am Abendhimmel im Südwesten. Der Untergang des im Schützen stehenden Planeten erfolgt gegen 17.45 Uhr.

Venus bleibt uns weiter als Abendstern im Südwesten, im Sternbild Schütze stehend, erhalten. Während sie am 1. Dezember um 19.10 Uhr untergeht, ist sie am Jahresende bereits gegen 17.55 Uhr unter den Horizont gesunken. Ein schöner Anblick bietet sich am 6. Dezember gegen 17.30 Uhr, wenn Venus tief am Horizont in der Nähe der schmalen Sichel des zunehmenden Mondes steht. Die Begegnung von Venus und Merkur am 29. Dezember um 17.30 im Südwesten kann am besten mithilfe eines Fernglases beobachtet werden.

Mars ist im Dezember am Morgenhimmel im Südosten zu sehen. Der Aufgang des rötlichen Planeten erfolgt den gesamten Monat über gegen 6.25 Uhr. Am 15. Dezember wechselt Mars vom Sternbild Waage in den Skorpion, am 24. Dezember in den Schlangenträger.

Jupiter steht am Abendhimmel im Südwesten im Sternbild Steinbock und wechselt am 14. Dezember in den Wassermann. Seine Untergänge verfrühen sich von 22.30 Uhr am 1. Dezember auf 21 Uhr am Jahresende. Am Abend des 9. Dezember steht ganz in der Nähe des Mondes.

Der Ringplanet Saturn zeigt sich wie Jupiter am Abendhimmel im Südwesten. Er steht im Sternbild Steinbock. Am Monatsbeginn geht Saturn gegen 21 Uhr unter, am 31. Dezember bereits um 19.15 Uhr.

Sonne

Am 21. Dezember um 16.59 Uhr ist Wintersonnenwende. Dann tritt die Sonne aus dem Tierkreiszeichen Schütze in den Steinbock und hat den tiefsten Punkt ihrer Jahresbahn erreicht. Es ist die längste Nacht und der kürzeste Tag des Jahres.

Mond

Neumond ist am 4. Dezember. Fünfzehn Tage später, am 19. Dezember, wendet uns der Mond seine beschienene Seite ganz zu: Es ist Vollmond.

Fixsternhimmel

Gegen 20 Uhr findet man den Großen Wagen tief im Norden. Im Westen kann man gerade noch das Sommerdreieck aus den hellsten Sternen der Sternbilder Schwan, Leier und Adler erblicken, bevor es sich relativ bald durch den Untergang des Adlers auflöst. 
Die charakteristischen Herbststernbilder, darunter Pegasus und Andromeda, sind schon etwas in den Südwesten gerückt. Das Sternbild Kassiopeia, auch Himmels-W genannt, steht fast im Zenit. Tief im Südwesten steht das ausgedehnte und eher lichtschwache Sternbild Wassermann. Den Osten dominieren die helleren Sternbilder des Winters. 
In der Mitte der Nacht haben diese ihre höchste Stellung im Süden erreicht. Besonders bekannt ist das Sternbild des Himmelsjägers Orion, aber auch die Sternbilder Großer Hund, Kleiner Hund, Zwillinge, Fuhrmann und Stier sind mit von der Partie. Zusammen bilden die hellsten Sterne der eben genannten Sternbilder das sogenannte Wintersechseck. Es besteht aus den Sternen Rigel im Orion, Sirius, dem hellsten Stern des Fixsternhimmels im Großen Hund, Prokyon im Kleinen Hund, Kastor und Pollux in den Zwillingen, Kapella im Fuhrmann und dem rötlichen Aldebaran im Stier. Im Osten ist nun mit dem Löwen schon ein Sternbild des Frühlings vertreten.
Im Verlauf der Nacht ist der Große Wagen auf seiner Bahn um den Polarstern etwas höher geklettert und erreicht zur Monatsmitte gegen 6 Uhr morgens seine höchste Stellung am Himmel. Teile des Wintersechsecks sind jetzt untergegangen, nur Fuhrmann und Zwillinge können im Westen noch beobachtet werden. Zum Frühlingssternbild Löwen, der nun im Süden steht, haben sich östlich von ihm auch der Bärenhüter und die Jungfrau gesellt.

Sternschnuppen

Im Dezember gibt es gleich zwei erwähnenswerte Sternschnuppenströme. Zwischen dem 4. und dem 17. Dezember treten die Geminiden in Aktion. Die besten Chancen, einen Blick auf eine Sternschnuppe zu erhaschen, ergeben sich von 21 bis 6 Uhr. Die höchsten Fallraten mit maximal 120 Sternschnuppen pro Stunde werden in der Nacht vom 13. auf den 14. Dezember erwartet. Die Sicht wird durch den zunehmenden Mond jedoch dieses Jahr erschwert.
Ab dem 17. bis zum 26. Dezember können die Ursiden gesehen werden. Deren Maximum hingegen fällt mit ungefähr 10 Sternschnuppen pro Stunde in der Nacht vom 22. auf den 23. Dezember deutlich weniger zahlreich aus als das der Geminiden.


Quelle Sternkarte: Stellarium
(Zeiten in MEZ, gültig für Mannheim)