New Horizons erreicht Pluto

Es ist eine historische Mission. Nach einer Reise von fast zehn Jahren quer durch das Sonnensystem erreichte am 14. Juli 2015 die NASA-Raumsonde New Horizons den Zwergplaneten Pluto - und lieferte damt erstmals Nahaufnahmen eines Objekts am Rand unserer kosmischen Heimat. Und mehr noch: Pluto galt seit seiner Entdeckung im Jahr 1930 bis zum August 2006 als der neunte Planet. Die Sonde New Horizons startete im Januar 2006 zu einem Planeten und erreicht nun einen Zwergplaneten. Pluto war der einzige der historisch prominenten Himmelskörper im Sonnensystem, von dem Astronomen bisher nahezu keinerlei Information über seine Oberflächenstruktur hatten. Selbst für die besten Teleskope ist er zu weit entfernt, als dass sie brauchbare Bilder liefern könnten.

Doch nun hat das lange Warten ein Ende. Klaus Jäger berichtet über die ersten aktuellen Bilder von Pluto und Charon kurz vor der Annäherung der Raumsonde und spricht mit Tilmann Althaus, Planetenexperte und Redakteur von Sterne und Weltraum, über diese einmalige Mission.

Außerdem handelt das Video von der Entdeckungsgeschichte des Zwergplaneten und den Problemen, ihn von der Erde aus zu beobachten. Dazu gibt es einen kleinen Überblick über das Planetensystem und Klaus Jäger erklärt, warum Pluto nun nicht mehr als Planet gilt, sondern als prominentestes Objekt des geheimnisvollen Kuipergürtels. Eine faszinierende Geschichte über die kleine kalte Welt am Rand unseres Sonnensystems.

Finsternisse 2015: Schattenspiele von Sonne und Mond

Anlässlich der Sonnenfinsternis am 20. März 2015 und der Mondfinsternis am 28. September – beide sind von Deutschland aus sehr gut zu sehen – berichten Klaus Jäger und Uwe Reichert über die Beobachtungsmöglichkeiten dieser eindrucksvollen Ereignisse. Weiterhin wird anschaulich erläutert, wie solche Licht- und Schattenspiele am Himmel zustande kommen und warum wir nicht bei jedem Umlauf des Mondes um die Erde zwei Finsternisse zu sehen bekommen, sonderen diese relativ selten sind.

Außerdem wird gezeigt, dass es sich bei solchen Verfinsterungen im Grunde um Ereignisse handelt, die in der Astronomie auch als Bedeckungen oder enge Konjunktionen bezeichnet werden. So bedeckt der Mond gelegentlich auch Planeten oder helle Sterne. Und so wird einer der hellsten Sterne am Himmel – Aldebaran im Sternbild Stier – in diesem Jahr gleich dreimal gut beobachtbar hinter dem Mond verschwinden. Weiterhin kommt es zu anderen engen Begegnungen von Planeten am Himmel, auf die im Beitrag kurz eingegangen wird.

Abschließend wird gezeigt, dass eine besondere Art von Bedeckungsereignissen sogar für das Auffinden von Planeten außerhalb unseres Sonnensystems nützlich ist: den Exoplaneten.

Rosetta - die historische Landung auf einem Kometen

Das hat es noch nie gegeben: Am 12. November 2014 wird mit dem Lander Philae erstmals eine Sonde auf dem Kern eines Kometen sanft aufsetzen –  dem Kern von 67P/Churyumov-Gerasimenko. Philae ist Teil der ESA-Raumsonde Rosetta, die vor zehn Jahren startete, Anfang August 2014 den Kometen erreichte und ihn seitdem umkreist – was ebenfalls ein Novum ist.

Der Lander wurde unter Leitung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), des Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung (MPS) und der Weltraumagenturen CNES und ASI (Frankreich beziehungsweise Italien) entwickelt. An Bord des Rosetta-Orbiters und des Landers befinden sich insgesamt 21 wissenschaftliche Instrumente, darunter auch das am MPS in Göttingen gebaute Kamerasystem OSIRIS auf dem Orbiter, welches wesentlichen Anteil an der Suche nach einem geeigneten Landeplatz hatte. Bereits jetzt hat Rosetta bessere Bilder und umfangreichere Daten geliefert als jede Kometenmission zuvor.

Angesichts der Aktivität und der geringen Schwerkraft des Kometenkerns ist das Rosetta-Projekt sowohl wissenschaftlich als auch technisch eine enorme Herausforderung. Was ist an Kometen eigentlich so interessant? Nach welchen Kriterien wurde ein Landeplatz gesucht? Und wie funktioniert die Landung?

Diese Fragen beantwortet Klaus Jäger in den AstroViews 11 von „Sterne und Weltraum“. Er hatte dazu auch Gelegenheit, direkt mit drei am Projekt beteiligten verantwortlichen Wissenschaftlern vom MPS zu sprechen: mit Hermann Böhnhardt, dem Leitenden Wissenschaftler (PI) der Landemission, mit Holger Sierks, dem PI des Kamerasystems OSIRIS und mit Harald Krüger, dem PI des Kometenstaub-Messinstruments DIM.

Gaia und die Vermessung der Galaxis

Am 19. Dezember 2013 startete vom ESA-Weltraumzentrum Kourou in Französisch-Guayana das Astrometrie-Observatorium Gaia. Sowohl in Qualität als auch in Quantität wird Gaia die Vermessung der Sterne unseres Milchstraßensystems revolutionieren und den Astronomen damit erstmals ermöglichen, die Dynamik und Struktur unserer Galaxis umfassend zu erforschen.

Der Astronom Klaus Jäger berichtet in der 8. Folge der AstroViews von „Sterne und Weltraum" über die Funktionsweise und wissenschaftlichen Aufgaben von Gaia. Er erläutert die Methoden zur Bestimmung der Bewegungen und Entfernungen der Sterne und was wir bis heute über den Aufbau der Milchstraße wissen.

Komet ISON - ein kosmisches Schauspiel kurz vor Weihnachten?

Im Herbst und Winter 2013 ist der Komet ISON von Europa aus am Nachthimmel zu sehen. Noch ist nicht klar, ob er seinen nahen Vorbeiflug an der Sonne überstehen und ob er zu einem Jahrhundertkometen werden wird. In der siebten Folge der AstroViews erfahren Sie mehr über das Thema Kometen. Klaus Jäger vom Max-Planck-Institut für Astronomie in Heidelberg und Uwe Reichert von „Sterne und Weltraum" diskutieren allgemeine Fragen über Kometen und informieren Sie darüber, was sich bisher über den Kometen ISON sagen lässt.

Exoplanet um Alpha Centauri entdeckt!

Erfahren Sie mehr über Exoplaneten und über die Entdeckung des ersten Exoplaneten um Alpha Centauri von Dr. Klaus Jäger vom Max-Planck-Institut für Astronomie, Heidelberg, in der vierten Folge der AstroViews von „Sterne und Weltraum"

Lichtverschmutzung - Ein Problem nicht nur für Astronomen

Besonders in den Großstädten ist der Nachthimmel durch viele künstliche Lichtquellen extrem aufgehellt. Dadurch verschwinden die lichtschwachen Sterne in einem diffusen Hintergrundlicht. Diese Lichtverschmutzung verursacht nicht nur unnötige hohe Energiekosten, sondern ist auch ein großes Problem für die Astronomie. Aber auch Menschen, Tiere und Pflanzen leiden erheblich unter diesem künstlichen Ende der Nacht. Der Astronom Klaus Jäger erläutert in der dritten Folge der AstroViews von „Sterne und Weltraum", wie sich Abhilfe schaffen lässt, was man am Himmel eigentlich sehen könnte und an welche Orte die Astronomen mit Ihren Teleskopen flüchten. Außerdem stellt er die ersten Bilder vor, die der Marsrover Curiosity von der Oberfläche des Roten Planeten aufgenommen hat, und berichtet über das Thema Sternentstehung.

Marsrover Curiosity

Am 6. August 2012 wird der Marsrovers Curiosity auf dem Roten Planeten landen. Erfahren Sie mehr über dieses spannende Ereignis von Dr. Klaus Jäger vom Max-Planck-Institut für Astronomie, Heidelberg, in der zweiten Folge der AstroViews von „Sterne und Weltraum".

Venustransit am 6. Juni 2012

Es ist das astronomische Ereignis des Jahres: der Venustransit am 6. Juni 2012. Der Astronom Dr. Klaus Jäger vom Max-Planck-Institut für Astronomie in Heidelberg erläutert im ersten AstroViews-Video von „Sterne und Weltraum", wie dieses Phänomen zu Stande kommt und wie Sie es am besten beobachten können.