Gefangen auf Ewigkeit

Das kosmische Antimaterie-Rätsel

Haben Materie-Teilchen und ihre jeweiligen Antimaterie-Teilchen die gleiche Masse? (Bild: Max-Planck-Institut für Kernphysik, Heidelberg)

Vortrag von Prof. Dr. Klaus Blaum, Max-Planck-Institut für Kernphysik, Heidelberg
Donnerstag, 17.01.2019, 19.30 Uhr


Wenige Augenblicke nach dem Urknall entstand Materie und Antimaterie in gleichen Mengen – um sich gegenseitig wieder auszulöschen. Doch ein kleiner Materieüberschuss überlebte und formte das uns heute bekannte Universum aus Sternen, Planeten und Galaxien. Die Ursache dieses kleinen Überschusses gehört zu den größten Rätseln der Physik. Ein präziser Vergleich der Eigenschaften von Materie und Antimaterie könnte zu seiner Lösung beitragen, denn bereits ein winziger Unterschied in der ansonsten so perfekten Spiegelsymmetrie könnte die Erklärung liefern. Zu diesen Eigenschaften zählen die Massen und die magnetischen Eigenschaften der Kernbausteine der Materie, Elektron und Proton, und deren Antiteilchen. Der Vortrag gibt einen Überblick über Präzisionsexperimente mit gefangenen und gekühlten Ionen in Penning-Fallen und widmet sich der Frage: „Warum gibt es so viel Materie und so wenig Antimaterie?“

Eintritt: 5,00 €
Ort:
Planetarium, Kuppelsaal


Klaus Blaum promovierte im Jahr 2000 an der Universität Mainz. Nach einem vierjährigen Forschungsaufenthalt am CERN in Genf kehrte er als Helmholtz-Hochschul-Nachwuchsgruppenleiter nach Mainz zurück. Im Jahre 2007 wurde er Direktor am Max-Planck-Institut für Kernphysik in Heidelberg, wo er die Abteilung „Experiment mit gespeicherten und gekühlten Ionen“ leitet. Er ist seit 2008 Honorarprofessor an der Fakultät für Physik und Astronomie der Universität Heidelberg. Klaus Blaum erhielt für seine Forschungsarbeiten eine Vielzahl an Preisen, u.a. den Helmholtz-Preis, die Flerov-Medaille und den Göteborg Lise Meitner Preis. (Bild: Max-Planck-Institut für Kernphysik)