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Das Bild zeigt einen Teil der Milchstraße. Oben links befindet sich ein Teil ihres verdickten Zentralbereichs. Von hier zieht sich das Band der Milchstraße nach rechts unten.

Der Sternenhimmel im Oktober


Der Oktoberhimmel bietet spannende Begegnungen: Mars und Jupiter rücken am Morgen­himmel immer näher zusammen, während sich am Abend das Herbstviereck zeigt. Rund um den 21. Oktober sorgen außerdem die Orioniden für Sternschnuppen – und mit Sirius kündigt sich bereits der Winter­stern­himmel an.

Planeten

Merkur ist im Oktober nicht am Nachthimmel zu sehen. Seine Auf- und Untergänge fallen in die Zeit, in der auch die Sonne über dem Horizont steht, wodurch Merkur überstrahlt wird. 

Ebenso entzieht sich die Venus im Oktober unseren Blicken.  

Unser roter Nachbarplanet Mars steht im Sternbild Krebs und zeigt sich ab der zweiten Nachthälfte. Zur Monatsmitte (15.10.) geht Mars gegen 1 Uhr morgens in ost-nordöstlicher Richtung auf und lässt sich bis Sonnenaufgang beobachtet werden. Am 5. Oktober lässt sich die abnehmende Mondsichel neben dem Mars finden. 

Frühaufsteher können an diesem Tag (5.10.) nicht nur den Mond neben dem Mars entdecken, sondern auch Jupiter beobachten, der kurz vor 3 Uhr morgens in ost-nordöstlicher Richtung aufgeht. Einen Tag später (6.10.) steht der Mond neben Jupiter, zwischen den Sternbildern Löwe und Krebs. Im Laufe des Monats kommen sich Jupiter und Mars am Himmel immer näher. Ihre größte Annäherung erfolgt jedoch erst im November.

Nahe des Sternbilds Fische, am Übergang zum Walfisch, ist Saturn von Beginn der Nacht an am östlichen Nachthimmel zu finden. Im Laufe des Monats geht er jedoch immer früher im Westen unter. Seine Untergangszeit verschiebt sich von 7:46 Uhr (1.10.) auf 4:36 Uhr (31.10.). 

Die beiden äußeren Planeten Uranus und Neptun sind zu lichtschwach, um sie mit bloßem Auge beobachten zu können. 

Mond und Sonne

Mond

Der Monat beginnt mit einem abnehmenden Mond: Das letzte Viertel ist am 3. Oktober, wodurch sieben Tage später am 10. Oktober Neumond sein wird. In den folgenden Tagen nimmt der Mond wieder zu, mit dem ersten Viertel am 18. und dem Vollmond am 26. Oktober. 


Sonne 

Der Sonnenaufgang ist zu Beginn des Monats gegen halb 8 und der Untergang gegen 19 Uhr. Dies ändert sich auf 7:12 Uhr für den Aufgang und 17:06 Uhr für den Untergang am letzten Tag des Monats (31.10.). Wichtig: In der Nacht vom 24. auf den 25. Oktober werden die Uhren von der Sommer- auf die Winterzeit umgestellt. Die Uhr wird dabei um eine Stunde zurückgestellt, sodass wir eine Stunde länger schlafen können!

Fixsternhimmel

Mit dem Untergang der Sonne ist das Sommerdreieck in den frühen Abendstunden noch am westlichen Himmel sichtbar. Es wird von den Sternen Altair im Adler, Deneb im Schwan und Vega in der Leier gebildet. Im Verlauf der Nacht wird das Herbstviereck hoch am Himmel zu sehen sein, welches aus den Sternen Scheat, Markab, Algenib und Sirrah gebildet wird. Dabei gehören die ersten drei zum Sternbild Pegasus und der letzte zum Sternbild Andromeda.

Unterhalb des Herbstvierecks befinden sich die Tierkreissternbilder Fische, Wassermann und Steinbock. Sie sind jedoch etwas schwieriger zu erkennen, da sie überwiegend aus lichtschwächeren Sternen bestehen.

Den hellsten Fixstern des gesamten Nachthimmels können wir in der zweiten Nachthälfte bestaunen: Sirius geht zur Monatsmitte (15.10.) gegen 2 Uhr in östlicher Richtung auf und vervollständigt damit das Wintersechseck, welches den Himmel in der Kalten Jahreszeit dominieren wird. Dieses wird von den hellen Sternen Sirius im Großen Hund, Aldebaran im Stier, Rigel im Orion, Prokyon im Kleinen Hund, Kastor in den Zwillingen und Capella im Fuhrmann gehört. 

 

Astronomische Ereignisse

In diesem Monat haben wir zweimal die Chance, Sternschnuppen zu beobachten. Zum einen sind die Draconiden vom 6. bis zum 10. Oktober aktiv. Ihr Maximum erreichen sie in der Nacht auf den 9. Oktober. Dabei kann mit einer moderaten Rate von bis zu fünf Sternschnuppen pro Stunde gerechnet werden. 

Deutlich ergiebiger sind die Orioniden, die um den 21./22. Oktober ihr Maximum erreichen. Dann sind unter idealen Bedingungen bis zu 20 Sternschnuppen pro Stunde zu erwarten. Leider erschwert der zunehmende Mond in dieser Nacht die Beobachtung der Orioniden. Am besten begibt man sich daher erst nach dem Monduntergang gegen 2 Uhr morgens am 21. Oktober auf Sternschnuppenjagd.

 

Quelle Sternkarte: Stellarium
Bildnachweis Übersichtsseite: Canva

(Zeiten in MESZ / MEZ, gültig für Mannheim)

Anblick des Sternhimmels am 15.10.2026 um 6:00 Uhr und am 30.10.2026 um 22:00 Uhr