Einsteins Relativitätstheorie auf dem Prüfstand

Der Galaxien-Haufen Abell 2218 lenkt durch seine Schwerkraft Licht von Galaxien ab, die weit hinter ihm liegen, und wirkt so wie ein kosmisches Vergrößerungsglas. (Bild: NASA, Andrew Fruchter und das ERO-Team [Sylvia Baggett (STScI), Richard Hook (ST-ECF), Zoltan Levay (STScI)] (STScI))

Donnerstag, 18.10.2018, 19.30 Uhr
Vortrag von Dr. Thomas Bührke, Schwetzingen

Einsteins Allgemeine Relativitätstheorie gilt als eine der größten Errungenschaften der modernen Physik. Nach ihr ist die Schwerkraft keine Kraft im herkömmlichen Sinne, sondern eine Eigenschaft des gekrümmten Raums und der Zeit. Aber ist sie wirklich der Weisheit letzter Schluss? Einstein selbst zweifelte zeitweilig daran. Seit hundert Jahren testen Physiker und Astronomen die Vorhersagen der Relativitätstheorie mit zunehmender Genauigkeit. Doch bislang hat sie alle Tests mit Bravour bestanden. Dennoch sind sich die meisten Forscher einig, dass es zumindest eine Erweiterung geben muss, denn interessanterweise sagt die Relativitätstheorie ihr eigenes Versagen vorher, nämlich bei Schwarzen Löchern und im Urknall.

Einheitspreis: 5,00 €
Ort:
Planetarium, Sternensaal


Dr. Thomas Bührke, geboren 1956 in Celle, lebt in Schwetzingen. Der promovierte Astrophysiker arbeitet als Buchautor und Wissenschaftsjournalist in den Bereichen Astrophysik und Raumfahrt und ist Redakteur der Zeitschrift „Physik in unserer Zeit“. Er wurde ausgezeichnet mit dem Roelin-Preis für Wissenschaftspublizistik sowie mit der Publizistikmedaille der Deutschen Physikalischen Gesellschaft. (Bild: Dr. Thomas Bührke)