Der Sternenhimmel im Januar 2026

Das gibt es im Januar am Nachthimmel zu sehen:

Planeten

Mit dem Januar 2026 beginnt für uns ein neues Jahr voller wunderbarer Möglichkeiten, den nächtlichen Sternenhimmel zu beobachten. In klaren, dunklen Nächten lassen sich dabei nicht nur zahllose Sterne entdecken, sondern auch einige der Planeten. Allerdings bleiben gleich drei von ihnen in diesem Monat größtenteils verborgen. Mars, Venus und Merkurstehen der Sonne derzeit so nahe, dass sie vom beginnenden Tageslicht überstrahlt werden. Wenn überhaupt, ist nur Merkur mit sehr gutem Timing für kurze Zeit unmittelbar vor Sonnenaufgang am Horizont zu erahnen.

Umso auffälliger präsentiert sich hingegen Jupiter, der sich den gesamten Januar hindurch im Sternbild der Zwillinge aufhält und fast die ganze Nacht über beobachtet werden kann. Am 3. Januargesellt sich der Mond als stiller, strahlender Begleiter zu ihm und es lohnt sich ganz besonders an diesem Tag einen Blick auf diese Himmelsbegegnung zu werfen.

Ein weiterer Planet, den wir im Januar gut mit bloßem Auge beobachten können, ist Saturn. Vor allem in der ersten Nachthälfte steht er zwischen den Sternbildern Fische und dem etwas weniger bekannten Walfisch. Zu Beginn des Monats verschwindet er gegen 23 Uhr unter dem Horizont, bis zum Monatsende verfrüht sich sein Untergang auf etwa 21 Uhr. Auch Saturn begegnet im Januar dem Mond: Am 23. Januar stehen die beiden Himmelskörper besonders nahe beieinander.

Mond

Bereits am 3. Januar erstrahlt der Vollmondam Himmel und bringt zugleich den ersten Supermond des Jahres mit sich. Ein Supermond tritt auf, wenn der Vollmond genau zu dem Zeitpunkt erscheint, an dem der Mond seinen erdnächsten Punkt auf seiner elliptischen Umlaufbahn erreicht hat. Dadurch wirkt er für uns am Nachthimmel etwas größer und heller. Der Halbmondist am 10. Januar zu beobachten, der Neumond fällt auf den 18. Januar. Danach nimmt der Mond wieder zu, sodass wir am 26. Januar das erste Viertel erreichen.

Fixsternhimmel

Auch im neuen Jahr bleibt das Wintersechseck wohl die schönste und eindrucksvollste Konstellation am Nachthimmel. Es wird aufgespannt von den hellsten Sternen der Sternbilder Fuhrmann, Stier, Orion, Großer Hund, Kleiner Hund und den Zwillingen. Einige dieser Sternbilder stechen dabei besonders hervor. Zum einen ist da der Große Hund mit seinem markanten SternSirius, der hellste Stern des Nachthimmels. Auch Orion zieht die Aufmerksamkeit auf sich, allerdings weniger durch seinen Hauptstern Rigel als vielmehr durch seinen bekannten Gürtel aus drei nahezu in einer Reihe stehenden Sternen sowie durch den leicht rötlich leuchtenden Schulterstern Beteigeuze. Schließlich verdient auch der Stier eine besondereBeachtung. Sein rötlich leuchtender Augenstern Aldebaran zieht den Blick auf sich, und im Rücken des Stiers funkelt der junge Sternhaufen der Plejaden. Zu Beginn des Monats ist die gesamte Konstellation des Wintersechsecks ab etwa 20 Uhr sichtbar, vom Aufgang des Sirius bis zum Untergang von Rigel gegen 4 Uhr. Bis zum Ende des Monats verschiebt sich der Aufgang um etwa eine Stunde nach vorne und der Untergang um etwa zwei Stunden.

Wer das Wintersechseck nicht sofort findet, kann auch nach dem Großen Wagen Ausschau halten. Denn der Große Wagen ist für viele Menschen eines der am leichtesten zu erkennenden Sternanordnungen. Besonders die beiden hinteren Sterne des Wagenkastens dienen als Orientierungshilfe: Verlängert man die gedachte Linie durch diese Sterne etwa fünfmal, stößt man auf den Polarstern. Folgt man der Linie noch ein Stück weiter, gelangt man direkt zum „Himmels-W“, dem Sternbild Kassiopeia, das ebenso wie der Große Wagen die ganze Nacht hindurch sichtbar ist.

Sternschnuppen

Auch für die nächsten Neujahrswünsche lohnt sich ein Blick zu den Quadrantiden: In der Nacht vom 3. auf den 4. Januar kann hier ein Sternschnuppenmaximum von bis zu 100 Meteoren pro Stunde erreicht werden. Dieses Jahr wird das Spektakel jedoch durch den hellen Mond gestört.

 

Quelle Sternkarte: Stellarium
Bildnachweis Übersichtsseite: Canva

(Zeiten in MEZ, gültig für Mannheim)