Der Sternenhimmel im Mai 2026
Das erwartet Sie im Mai am Nachthimmel:
Planeten
Bis kurz vor Ende des Monats Mai bleibt Merkur meist unsichtbar, da er nahezu zeitgleich mit der Sonne untergeht. Erst in den letzten Tagen des Monats zeigt er sich kurz vor 23 Uhr für wenige Minuten am Himmel, bevor er im Nordwesten unter den Horizont verschwindet.
Auch die Venus verbessert ihre Sichtbarkeit mit jedem voranschreitenden Kalendertag. Anfangs ist sie nach Sonnenuntergang bis etwa kurz nach 23 Uhr zu beobachten, später bleibt sie sogar bis gegen Mitternacht am Himmel. Dabei wandert sie ausgehend vom Sternbild Fuhrmann allmählich weiter in Richtung Sternbild Zwillinge. Am 18. Mai kommt es zudem zu einer besonders schönen Begegnung mit dem Mond.
Ein Blick auf den Mars erfordert hingegen Geduld. Nur in den letzten Maitagen zeigt er sich in den frühen Morgenstunden, kurz nach 4 Uhr, tief im Nordosten.
Am 20. Mai zieht die schmale Mondsichel an Jupiter vorbei. Der Riesenplanet hält sich noch im Sternbild Zwillinge auf, wandert jedoch langsam in Richtung Krebs. Seine Untergangszeit verfrüht sich im Laufe des Monats von kurz nach 2 Uhr auf etwa 00:30 Uhr.
Auch Saturn ist erst gegen Ende des Monats am Morgenhimmel zu finden. Er befindet sich im Osten zwischen den Sternbildern Fische und Walfisch. Ab dem 20. Mai geht er bereits gegen 4 Uhr auf, bis zum Monatsende sogar rund 45 Minuten früher.
Mond
Bereits am 2. Mai zeigt sich der Mond als Vollmond in seiner ganzen Pracht am Nachthimmel. In den darauffolgenden Tagen nimmt seine beleuchtete Fläche stetig ab. Am 9. Mai erreichen wir das Letzte Viertel, von da an erscheint er als schmale Sichel . Diese Sichel wird von Nacht zu Nacht schmaler, bis der Mond am 17. Mai als Neumond gänzlich unsichtbar bleibt.
Anschließend nimmt er wieder zu. So wächst er erneut zur vollen Scheibe heran und steht am 31. Mai ein zweites Mal in diesem Monat als Vollmond am Himmel. Dieses zweimalige Auftreten eines Vollmondes innerhalb eines Monats ist selten und wird als „Blauer Mond“ bezeichnet, auch wenn dies nichts mit der tatsächlichen Farbe des Mondes zu tun hat.
Fixsternhimmel
Mit Einbruch der Nacht stehen bereits die bekannten Frühlingssternbilder Löwe und Krebs am Nachthimmel. Da sie jedoch nur aus schwach leuchtenden Sternen bestehen, kann es schwierig sein, sie zu finden. Leichter ist es zunächst, nach dem Großen Wagen Ausschau zu halten, denn der Löwe liegt direkt südlich von diesem Sternbild. Auch die Himmelsrichtungen lassen sich leicht mithilfe des Großen Wagens bestimmen. Hier bildet die Verbindungslinie der hinteren beiden Wagenkastensterne durch eine fünffache Verlängerung einen Pfad zum Nordstern. Führt man diese gedachte Linie über den Nordstern hinaus weiter, erreicht man das nächste auffällige Sternbild Kassiopeia, besser bekannt als Himmels-W. Wie der Große Wagen ist auch Kassiopeia ein zirkumpolares Sternbild und in unseren Breiten die ganze Nacht über sichtbar.
Mit fortschreitender Nacht erscheint eine bekannte Konstellation am Sternenhimmel: das Sommerdreieck. Es wird gebildet von den hellen Sternen Vega in der Leier, Altair im Adler und Deneb im Schwan. Zu Beginn des Monats ist diese markante Figur erst vollständig zu sehen, wenn Altair kurz vor Mitternacht über dem östlichen Horizont aufgeht. Im Laufe des Monats verschiebt sich ihr Erscheinen jedoch immer weiter nach vorne, sodass das Sommerdreieck gegen Ende des Monats bereits gegen 22 Uhr vollständig am Himmel steht.
Sternschnuppen
Wer im Mai Sternschnuppen beobachten möchte, sollte am 6. Mai seinen Blick in Richtung des Sternbildes Wassermann richten. In dieser Nacht erreichen die Eta-Aquariiden ihr Maximum mit bis zu etwa 50 Meteoren pro Stunde. Allerdings wird die Beobachtung in diesem Jahr erschwert, da der Mond noch hell am Himmel steht und die schwächer leuchtenden Sternschnuppen überstrahlt. Zudem sind die Eta-Aquariiden auf der Südhalbkugel deutlich besser zu beobachten, da ihr Radiant dort höher über dem Horizont steht.
Quelle Sternkarte: Stellarium
Bildnachweis Übersichtsseite: Canva
(Zeiten in MESZ, gültig für Mannheim)





