Der Sternenhimmel im Juni 2026

Das erwartet Sie im Juni am Nachthimmel:

Planeten

In der ersten Monatshälfte lässt sich mit etwas Glück der Merkur tief am Horizont kurz nach Sonnenuntergang entdecken. Die besten Chancen, einen Blick auf ihn zu erhaschen, gibt es bei Anbruch der Dämmerung zwischen 22:00 und 22:30 Uhr tief im Nordwesten im Sternbild Zwillinge. Von Tag zu Tag wird es jedoch zunehmend schwieriger, sodass es um den 22. Juni nicht mehr möglich sein wird, den Merkur zu beobachten.

Besser sichtbar ist die Venus, benannt nach der römischen Göttin der Liebe. Als strahlender Abendstern durchwandert sie zu Beginn des Monats die Zwillinge und wechselt im Verlauf in das Sternbild Krebs. Dort lässt sich am 17. Juni auch der Mond finden, der der Venus einen Besuch abstattet.

Zu Beginn des Monats erweist sich die Beobachtung des roten Planeten Mars als schwierig. Jedoch wird im weiteren Verlauf die Sichtbarkeit von Tag zu Tag besser. Ab der zweiten Juniwoche sollte man dafür kurz vor Sonnenaufgang zum östlichen Horizont blicken.

Jupiter verabschiedet sich immer früher vom Nachthimmel. Direkt nach Sonnenuntergang ist sein markantes Leuchten im Sternbild Zwillinge zu sehen, wechselt jedoch zum 22. Juni ins Sternbild Krebs. Am ersten Juni geht er um 00:28 Uhr unter, am letzten Tag des Monats (30.6.) bereits um 22:48 Uhr.

Saturn hingegen zeigt sich in der zweiten Nachthälfte in den Fischen und wird mit jedem Tag ein wenig früher sichtbar: Während er am 1. Juni noch gegen 03:20 Uhr aufgeht, erscheint er am Monatsende bereits um 01:30 Uhr. So verlängert sich seine Beobachtungszeit spürbar.

Mond

Am 8. Juni erreicht der Mond sein letztesViertel – gut eine Woche bevor er als Neumond nicht mehr sichtbar ist (15. Juni). Danach beginnt seine zunehmende Phase, wobei das ersteViertel auf den 21. Juni fällt. Zum letzten Tag des Monats erhellt der volle Mond, als Vollmond, den Nachthimmel. Da der Mond hier auf seiner elliptischen Bahn um die Erde etwas weiter weg ist als im Durschnitt, erleben wir hier einen „Mikromond“.

Sonne

Die Sonne geht im Juni etwa gegen 5:20 Uhr auf und verabschiedet sich gegen 21:30 Uhr unter dem Horizont. Am 21. Juni feiern wir auf der Nordhalbkugel die Sommersonnenwende, also den längsten Tag und die kürzeste Nacht des Jahres. An diesem besonderen Datum geht die Sonne exakt um 5:19 Uhr auf und um 21:36 Uhr unter.

Fixsternhimmel

Mit der Sommersonnenwende wird der Sommer offiziell eingeleitet. Dieser Wandel macht sich auch am Nachthimmel mit den typischen Sommersternbildern bemerkbar: die Frühlingssternbilder treten allmählich in den Hintergrund, während die typischen Sternbilder des Sommers ihren Platz am Nachthimmel einnehmen.

Besonders markant ist in den frühen Abendstunden das Sommerdreieck, das im Osten auffällt. Es besteht aus drei hellen Sternen der jeweiligen Sternbilder: Vega in der Leier, Deneb im Schwan und Atair im Adler. Ganz in der Nähe lässt sich neben dem Adler auch das kleine Sternbild Delphin erkennen. All diese Figuren bleiben die gesamte Nacht über sichtbar.

Zu Beginn der Nacht steht der GroßeWagen noch im Westen, sinkt jedoch im Laufe der Stunden immer weiter ab in Richtung Norden. Direkt unter ihm zeigt sich das Frühlingssternbild Löwe, das bis in die erste Nachthälfte gut zu beobachten ist. Mit dem Untergang seines Hauptsterns Regulus um 02:02 Uhr in der Nacht zum 1. Juni verblasst auch seine Gestalt. Bis zum Monatsende verlagert sich die Untergangszeit zunehmend nach vorn, sodass Regulus bereits um Mitternacht am letzten Tag des Monats verschwindet.

Verlängert man die Verbindungslinie der letzten beiden Sterne im Kasten des GroßenWagens etwa fünf Mal, gelangt man zum Polarstern. Wer dieser Linie weiter folgt, stößt auf das Sternbild Kassiopeia, auch als „Himmels-W“ bekannt. Durch seine auffällige Form ist es leicht zu finden und bleibt die ganze Nacht hindurch sichtbar.

Die Tochter der Kassiopeia, Andromeda, ist ebenfalls am Himmel vertreten. Ihr Sternbild taucht in den späten Nachtstunden im Osten auf. Der Stern Sirrah verbindet sich mit drei weiteren Sternen des Pegasus zum sogenannten Herbstviereck, der Vorbote des Herbstes.

 

Quelle Sternkarte: Stellarium
Bildnachweis Übersichtsseite: Canva

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